Neil Young - Live At The Cellar Door - Cover
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Neil Young Live At The Cellar Door


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein introvertierter Jung-Folk-Songwriter, live aus dem Jahr 1970.

Mit „Live At The Cellar Door” veröffentlicht Neil Young (68) den mittlerweile siebten Teil seiner im Jahr 2006 gestarteten „Archives Performance Series“. Zusammen ergibt das Werk eine chronologisch sortierte Dokumentation von Neil Youngs Bühnenschaffen. Allerdings werden die einzelnen Alben unsortiert auf den Markt gebracht, sodass „Live At The Cellar Door” als Volume 2.5 zwischen „Live At The Filmore East 1970“ (11/2006) und „Live At Massey Hall 1971“ (03/2007) einsortiert werden muss. Denn „Live At The Cellar Door” ist ein Mitschnitt aus dem Jahr 1970, der insgesamt sechs Live-Auftritte Youngs zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember im Washingtoner Cellar Door Club auswertet. Somit tauchen wir also ab in eine Phase, in der gerade einmal drei Alben des Kanadiers erschienen waren.

Wenige Monate nach der Veröffentlichung von „After The Gold Rush“ im August 1970, gab Neil Young diese Solo-Performance in der amerikanischen Hauptstadt, die ihn an der Akustikgitarre und am Piano durch 13 Stücke führte. Mit einem schüchternen „Hi folks“ betrat der damals 25-Jährige die Bühne und spielte sich durch ein Set aus fünf Songs seines aktuellen Albums, weiteren bis dato noch gar nicht auf Platte veröffentlichten Titeln sowie drei Stücken der Band Buffalo Springfield, der Young vor seiner Solokarriere angehörte.

Daraus resultierte ein äußerst intimer Auftritt, der Young als introvertierten Jung-Folk-Songwriter zeigt, der mit spartanischen und ungeschliffenen Versionen seiner Songs für eine andächtige Atmosphäre unter den Besuchern sorgte. Abwechselnd an der Gitarre und am Piano agierend, kann der Hörer einen beseelt aufspielenden Musiker dabei begleiten, wie dieser mit leicht wind-schiefem Gesang Songs darbot, die sich inzwischen als Klassiker in die Geschichtsbücher eingebrannt haben. Und wem das nicht genügt, der bekommt zum Schluss sogar noch eine kleine Exkursion in Sachen Dope, Gras und wie es ist, davon high zu werden, während andere dies nicht hinbekommen („Flying on the ground is wrong“), angeboten. Herrlich, diese 60er und 70er Jahre!

Anspieltipps:

  • Old man
  • After the gold rush
  • Bad fog of loneliness
  • Don’t let it bring you down
  • Only love can break your heart

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