Vex Ruffin - Vex Ruffin - Cover
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Vex Ruffin Vex Ruffin


  • Label: Stones Throw/Groove Attack
  • Laufzeit: 44 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Vex Ruffin verursacht zwar keinen Hörsturz, doch es hat schon etwas davon, seine Ohren mit Sandpapier zu reinigen.

„Vex Ruffin“ ist ein schlechtes Album. Der gleichnamige Künstler würde gut damit wegkommen, wenn wir es einfach dabei belassen. Bevor ungerechtfertigte Kritik vermutet wird, müssen wir uns leider zusammen durch ein durchweg unseliges Album schlagen. Der Solokünstler liefert in allen Bereichen unterdurchschnittliche Leistungen und verbindet Töne, die sich wie Öl und Wasser nicht einander nähern wollen. Man muss Vex Ruffin schon mehr als nur gütig gesinnt sein, um diese Fehlschläge als Experiment durchgehen zu lassen.

Schräge Töne, die von der schwachen und vor sich hin murrenden Stimme Ruffins unterstützt werden, umgeben einfache Beats, die keinerlei eigenständige Stärke haben. Die mögliche hypnotische Wirkung dieser Tracks wird aufgrund der unseligen Mischung aus schlechtem Gesang und Synthesizern, die nicht zu den Beats passen wollen, allerdings vollkommen zunichte gemacht. Die Soundcollagen ähneln oft eher einer Küche, in welcher alle elektrischen Geräte gleichzeitig angeschaltet sind, während man auf Küchenblechen trommelt. Es fiept, es rauscht und rattert und im Hintergrund singt jemand mal hoch, mal tief, aber immer in sich versunken und deswegen unsauber und für Hörer nicht wirklich definierbar.

Eine nette Bassline in „Hard On Myself“ kann gar auffallen, da das Genöle und Rauschen auf diesem Album alles erdrückt. Ausnahmen bestätigen hier sprichwörtlich die Regel. Wenn diese konzeptfreie Mischung tatsächlich der Vision des Künstlers entspricht, dann kann man nur den Kopf schütteln. Jeder darf seinen eigenen Musikgeschmack haben und natürlich müssen sich Künstler auch austoben dürfen, aber manche Dinge gehören einfach nur in den Proberaum und nicht an die Öffentlichkeit. 90% dieses Albums sind Sinnlos-Einlagen und unfertige Jams, die zu keinem Zeitpunkt eine Veröffentlichung verdient haben und selbst auf viele Demos ein schlechtes Licht werfen.

Anspieltipps:

  • Forget It
  • Hard On Myself

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