Mojo Fury - The Difference Between - Cover
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Mojo Fury The Difference Between


  • Label: Graphite Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Krach ist nicht immer psychedelisch und Experimente sind nicht gleich progressiv.

Der Anspruch ist hoch, die Bandbreite weit und im Heimatland Nordirland darf man schnell vom großen Ding sprechen, da sich die Konkurrenz in Grenzen hält. Mojo Fury wollen vielschichtigen Rock auf ihrer Scheibe „The Difference Between“ schaffen. Das lässt zumindest der lang gedehnte Opener voller Gitarrenwände und Instrumentschichten vermuten. Auch im späteren Verlauf kommen Xylophon und Co. zum Einsatz, wenn niemand damit rechnet. Oft gehen diese Einschübe aber auch als Effekthascherei unter, da sich keine Sounds richtig durchsetzen können.

König Rhythmus regiert das Album in erster Linie, wenn die Nordiren von ihren Rössern absteigen und tanzbaren Rock fabrizieren. „Origami Bird“, „Money Body Body Money“ und „Terraform“ machen allerdings nur eine Etappe des Albums aus. Dazu gesellen sich Krachorgien, die sich manchmal übernehmen („The World Apart“) bei guter Dosierung allerdings auch tatsächlich Intensität erschaffen („The Difference Between“). Bei dieser Mischung ist es letztlich etwas überraschend, dass der Höhepunkt des Albums im Pop angesiedelt ist. „All In Awe“ ist eine wunderbar konzipierte und auch von der Stimmung her starke Nummer, die Gesang, Arrangement und Musikstil am gekonntesten verbindet. Hier wird Brauchbares verbunden, anstatt auf die Devise „mehr ist mehr“ zu setzen.

Der Charme hinter vielen der Stücke keimt immer wieder auf, was ein definitiv positives Zeichen ist. Wenn die Band sich auf einige ihrer wirklich starken Momente konzentriert hätte, anstatt sich immer wieder auf das größtmögliche Klangexperiment zu stürzen, dann wäre „The Difference Between“ ein echter Geheimtipp. So ist es schwer, Vorzüge der jeweiligen Lieder mit den Ungereimtheiten aufzuwiegen und noch schwieriger ist es, eine Hörerschaft für diesen wahllos erscheinenden Mix zu finden. So ziemlich jeder Rockfan wird hier eine Nummer finden, die ihm zukommt, doch für die anderen elf Nummern kann man meist keine Garantie übernehmen. Die gute Nachricht ist, dass die guten Momente Hörer animieren, weiter Hoffnung in diese Band zu setzen.

Anspieltipps:

  • All In Awe
  • The Difference Between
  • Money Body Body Money

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