Victory Valley - Suitcase - Cover
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Victory Valley Suitcase


  • Label: New Music Distribution
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Reizvolle Songs, die zwar manchmal etwas kitschig sind, jedoch fast alle mit ausgesprochen markanten Refrains daherkommen.

Aus dem nordrhein-westfälischen Eitorf kommt eine Band, die im ersten Moment ein wenig glatt wirkt, bei genauerem Hinhören aber erstaunliche Qualitäten beweist: Victory Valley. Das Quartett aus etwas schüchtern dreinblickenden Männern um die 30 spielt den klassischen, radiotauglichen Folk-Pop, der sich dieser Tage großer Beliebtheit erfreut. Hier ein Banjo, da noch eine Mundharmonika, eventuell noch ein paar Streicher und natürlich eine tolle Singstimme - wenn jetzt noch die Melodien stimmen, sieht die Sache gar nicht mal schlecht aus. Und was bringt es, lange drum herum zu quatschen: Die Melodien stimmen! Also auf zum Mond? Vielleicht.

Angefangen haben Victory Valley mit mehr oder weniger innovativen Coverversionen bekannter Nummern wie „Wonderwall“ von Oasis (gähn), „Sex On Fire“ von den Kings Of Leon (langweilig) oder „Sweat“ von Snoop Dogg und David Guetta (schon spannender). Zum Glück sind die vier Jungs mittlerweile dazu übergegangen, ihre eigenen Songs so weit in den Vordergrund zu stellen, wie diese es verdient haben. Denn ihr Debütalbum „Suitcase“ bietet aller vorherigen Vermutungen zum Trotz dreizehn reizvolle Songs, die zwar manchmal etwas kitschig sind, jedoch fast alle mit ausgesprochen markanten Refrains daherkommen. Wer einen Track wie „Hold On Me“ sein Eigen nennen kann, braucht eigentlich nur noch einen Til Schweiger-Film, in dem die entscheidenden Passagen in einem möglichst wichtigen Moment im Hintergrund laufen. So hat das bei OneRepublic doch damals auch funktioniert.

Immerhin konnten Victory Valley das vergleichsweise unspektakuläre „Out In Space“ schon in einem „Verbotene Liebe“-Trailer unterbringen - ein erster Erfolg, auch wenn die ARD-Serie nicht gerade zu den coolsten Ausstrahlungen zählt, die im deutschen TV laufen. Aber irgendwie passt das zu ihnen: „Suitcase“ ist gut gemachte Musik von potentiellen Schwiegersöhnen für Töchter und deren Mütter. In einer Welt, in der es Sunrise Avenue und 3 Doors Down regelmäßig bis in die Top 5 der Charts schaffen, müsste theoretisch auch für Victory Valley etwas zu holen sein. Und so ziehen sie los mit ihrem Debüt im Gepäck, mit erfolgsversprechenden Songs wie „Never Ever“, „Down On My Knees“ und „This Moment“, die darauf warten, von vielen Menschen gehört zu werden. Mit Glück könnte das was werden - vorausgesetzt, sie kommen nicht auf die Idee, sich beim „Supertalent“ oder ähnlichen Shows anzumelden. Denn das wäre nun wirklich uncool.

Anspieltipps:

  • Hold On Me
  • Never Ever
  • This Moment
  • Down On My Knees

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