Psaiko.Dino - #Hangster - Cover
Große Ansicht

Psaiko.Dino #Hangster


  • Label: Chimperator/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Typ neben der Panda-Maske maskiert sich selbst.

Auf Cros Bühne steht er als DJ im Hintergrund. Damit dessen YouTube-Videos mit Maske auch nicht allzu gesichtslos erscheinen, war auch dort Psaiko.Dino oft an des Pandas Seite zu sehen. Auch schon beim „Easy“-Mixtape hatte Psaiko als Produzent seine Finger im Spiel. Entsprechend war es zu erwarten, dass der wort- und sprichwörtliche Mann hinter Cro irgendwann seinen eigenen Release in die Startlöcher steckt.

„#Hangster“ heißt die Platte, das vor Deutsch-Rap-Features nur so strotzt. „Noch son Produzentenalbum brauch' keiner“, tönt Sido im Opener und berappt im Rest des Songs direkt das Hauptthema des Albums. Hier trifft zurückgelehnte Atmosphäre, wie sie von Chimperator schon bekannt ist, auf Street-Rap und Gangstershit. Besonders plakativ verdeutlichen Eko Fresh und DCVDNS diesen Gegensatz im Titeltrack. Auch Haftbefehl und Cro schütteln sich bei einem Titel die Hand.

Zwar harmonieren die Features alle sehr gut miteinander, manches überrascht nicht nur positiv. Cro und Haftbefehl in einem Track: gelungenes Experiment. Die Atzen auf 'nem Hüpf-Beat: passend aber in jeder Hinsicht zum Zähneknirschen. Palina Rojinski ist als Palinapower auf „Boah!“ zwar teilweise ganz amüsant, aber beim Refrain stellen sich die Haare auf. Und „Alles Rasiert“ ist mit fettem Beat eine gute Abwechslung zum Rest des Albums, doch die Gangster-Attitüde ist in dem Fall einfach nur peinlich.

Die Dynamik der Features zu beobachten ist entsprechend unterhaltsam. Abgesehen von der gechillten Atmo tut Psaiko aber leider wenig, um in seinen Tracks selbst ins Rampenlicht zu treten. Wer nicht grade das In- oder Outro hört, vergisst daher allzu schnell, wessen Album er eigentlich hört. Der Junge ist eben doch kein DJ Khaled (der rappt ja auch selbst) oder Madlib und gute Produktion ist kein Alleinstellungsmerkmal. So bleibt das Album relativ gesichtslos, die Menge an Features verstärkt den Effekt nur. Stattdessen wirkt „#Hangster“ mehr wie Anerkennung des Chimperator-Stils in Gestalt eines Samplers, mal mit guten, mal mit schlechten Tracks.

Anspieltipps:

  • 8kmh
  • Klischees
  • #Hangster
  • Placeboeffekt

Neue Kritiken im Genre „HipHop/Rap“
5/10

Carlo Cokxxx Nutten IV
  • 2019    
Diskutiere über „Psaiko.Dino“
comments powered by Disqus