Warpaint - Warpaint - Cover
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Warpaint Warpaint


  • Label: Beggars/Rough Trade/
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Konsequent entsagen sich Warpaint ihres anfänglichen Hypes um eine rein weibliche Rockband und schippern in träumerischere Sphären.

Melancholie allenthalben. Der weibliche Vierer aus Los Angeles will keine Indie-Rock-Band mehr sein. Bereits beim Debüt vor vier Jahren waren die Uptempo-Nummern rar gesät, die aber blieben hängen. Inzwischen ist die Band mit dem schönen Namen vollends in die See träumerischen Innehaltens gestochen. Und blickt nicht zurück.

Zart und doch nicht hilfsbedürftig gebiert sich der schwere und entschleunigte Sound über - natürlich - Liebe, Liebe und noch mal Liebe. Bei einigen Songs klappt das ganz gut („Love Is To Die“ und „Teese“), bei anderen ist die Grenze vom schönen Tagträumen zum tatsächlichen Wegdösen fließend („Go In“). Was nicht immer schlecht sein muss, doch ein (Hörer-)Herz lässt sich so nicht unbedingt im Sturm erobern.

Der dieses Mal einzige Uptempo-Track ist schon wieder der Beste („Disco//Very“), was die Frage evoziert, ob Warpaint nicht doch mal durchgängig aufs Tempo drücken sollten. Nein, die Melancholie scheint dieser Band eingebrannt, im hippen Künstlerviertel von L.A., Silver Lake, ticken die Uhren ohnehin ein bisschen anders, heißt es. Warpaint haben sich dem unschönen Underground-Hype, der wenig mit ihrer musikalischen Substanz und mehr mit dem Promi-Faktor dieser Band zu tun hatte - Emily Kokal war mal mit John Frusciante und Theresa Wayman ist mit James Blake liiert - konsequent entsagt: Diese Musik taugt nicht für das große Indie-Rock-Festival, diese Musik verlangt Intimität.

Anspieltipps:

  • Disco//Very
  • Love Is To Die
  • Teese

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