Within Temptation - Hydra - Cover
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Within Temptation Hydra


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Hollands Finest ist mit nie langweiligen Songs und ununterbrochen eingängigen Refrains zurück.

Für ihr letztes Album „The Unforgiving“ kassierte die holländische Formation Within Temptation trotz hoher Verkaufszahlen einiges an Kritik: „Kalkulierte Massenware“ oder „Die Hinwendung zur seichten Musik“ lauteten die Vorwürfe, die anscheinend Wirkung gezeigt haben. Denn als einer der bekanntesten Vertreter des Symphonic bzw. Gothic Metal, ließen sich Sharon den Adel und ihre Band nicht lange bitten und reißen das stilistische Ruder auf ihrem neuen Album „Hydra“ wieder herum. Schließlich gilt es, die Stellung Within Temptations in der Metal-Szene nicht einzubüßen. Doch neben musikalischer Härte und vereinzelten Balladen, haben die Niederländer auch diesmal ein paar Überraschungen im Gepäck.

Sängerin Sharon den Adel und ihr Ehemann Robert Westerholt waren hauptverantwortlich für das Songwriting und gaben sich redlich Mühe, den kitschig-zarten Elementen des Genres nicht allzu viel Platz einzuräumen. So gibt sich der Opener „Let Us Burn“ wie von Within Temptation gewohnt dem Gothic Metal hin, in dem harte Gitarren und eingängige Melodien einträchtig nebeneinander stehen.

Mit „Dangerous“ wird es dann noch eine Spur härter. Duett-Partner Howard Jones (Ex-Killswitch Engage) agiert mit energischer Stimme und harmoniert dabei wunderbar mit dem Gesang von Sharon den Adel. Das Schlagzeug treibt das erneut mit einem ohrwurmartigen Refrain glänzende Stück per Double-Bass voran. Mit „And We Run“ gelingt der Band dagegen eine nette Überraschung. Das Stück beginnt mit den typischen Within-Temptation-Zutaten (klassisches Klavier, bombastische Gitarrenwände), bis sich plötzlich US-Rapper Xzibit ins Geschehen einschaltet und den Gothic Metal der Niederländer mit einem Rap-Part auflockert. Die Kombination aus Rap und Metal ist mittlerweile zwar nicht mehr sonderlich innovativ, aber dennoch eine nette Idee.

Eine gar nicht ungewöhnliche Kollaboration ist dagegen das Duett mit Tarja Turunen in „Paradise (What About Us?)“. Auch hier gibt es treibenden Gothic Metal und zwei faszinierende Stimmen zu hören. Das sanft beginnende „Silver Moonlight“ entwickelt sich dank Double-Bass-Geboller und den Growls von Robert Westerholt ebenfalls zu einem sehr harten Track, während die abschließende Ballade „Whole World Is Watching“ zusammen mit Soul Asylum-Sänger Dave Pirner einen angenehm ruhigen Schlusspunkt setzt.

Within Temptation stehen zu Recht an der Spitze des Symphonic bzw. Gothic Metal. Ihre Songs sind auch heuer nie langweilig und punkten ununterbrochen mit eingängigen Refrains und Melodien, die nachwievor eine große Anhängerschaft begeistern.

Anspieltipps:

  • Paradise (What About Us?)
  • And We Run
  • Silver Moonlight
  • Covered By Roses

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