Beyoncé - Life Is But A Dream - Cover
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Beyoncé Life Is But A Dream


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 150 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Dokumentation und Konzertmitschnitt im Doppelpack. Nur für Fans.

Vielleicht war man sich bei der Plattenfirma von Beyoncé Knowles nicht sicher, ob sich ein reiner Dokumentarfilm über die Sängerin verkaufen würde. Schließlich lief dieser bereits im Januar 2013 im amerikanischen Fernsehen und erreichte 1,8 Millionen Pay-TV-Zuseher des Senders HBO. Möglicherweise wurde die Blu-ray/DVD-Veröffentlichung von „Life Is But A Dream“ deshalb um eine Bonus-Disc mit einem Konzertmitschnitt aus dem Revel Casino Hotel in Atlantic City aus dem Jahr 2012 ergänzt. Sicher ist sicher. Denn Live-DVDs laufen in der Regel immer. Und die Spielzeit verdoppelt sich auf einen Schlag, da die Dokumentation lediglich 75 Minuten auf die Uhr bringt.

„Life Is But A Dream“ deckt die zehnjährige Solo-Karriere der Texanerin ab. Dabei gibt es das zu erwartende Standard-Doku-Programm unter der Regie von Beyoncé herself zu sehen: Der Star sinniert über die schwierige Beziehung zu ihrem dominanten Vater, das Aufnehmen ihrer Alben, ihre Schwangerschaft und die Geburt ihres Kindes, die kaputte Musikindustrie, Tour-Vorbereitungen und ihren Ehemann, Rapper Jay-Z. Also nichts, was man woanders nicht schon gesehen und gehört hätte. Hier ist es nun also Beyoncé, die aus dem Nähkästchen plaudert, Einblicke in Privatvideos gibt und ihre Seele in Hollywood-Manier nach außen kehrt, ohne wirklich etwas Tiefgründiges preis zu geben und dabei auch ungeschminkt unheimlich gut auszusehen.

So bleibt diese Dokumentation, auch wenn es um hochemotionale Themen wie Beyoncés Fehlgeburt geht, merkwürdig steril und schnell heruntergekurbelt wie ein Bericht von Frauke Ludowig auf RTL. Etwas mehr Pep hat da schon der Live-Mitschnitt mit 21 Songs, wobei Beyoncés Output an Live-CDs und DVDs in den vergangenen fünf Jahren äußerst üppig war und nicht so schnell Nachschub nötig gehabt hätte. Aber sei’s drum. Bald ist Weihnachten und die Beyoncé-Fans werden sich über diesen Doppelpack aus Doku und Live-Konzert freuen, auch wenn der Nährwert nicht über einer Pepsi Cola liegt – nur echt mit dem Konterfei von Beyoncé auf der Dose, womit sich die 32-Jährige in eine Reihe mit Topstars wie Michael Jackson, Britney Spears, Madonna, Tina Turner, Mariah Carey und den Spice Girls einordnet.

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