The Fray - Helios - Cover
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The Fray Helios


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

The Fray werden elektronischer und verlieren dabei fast ihre musikalische Identität.

Das vierte Album der Band The Fray enthält elf neue Songs, von denen die Amerikaner zwei zusammen mit ausgemachten Hit-Songwritern komponierten. Die Singleauskopplung „Love Don't Die“ wurde zusammen mit Ryan Tedder (Adele, Maroon 5, James Blunt) geschrieben und „Same As You“ mit Sam Hollander (Train, Good Charlotte, Daughtry). Isaac Slade (Gesang, Gitarre), Joe King (Gitarre, Gesang), Dave Welsh (Gitarre) und Ben Wysocki (Drums) haben also nur wenig externe Unterstützung bemüht, um ihrer Erfolgsspur weiterhin treu zu bleiben. Darüber hinaus wurden mit Brendan O'Brian (Billy Talent, Bruce Springsteen, Pearl Jam) und Stuart Price (The Killers, Madonna, Take That) zwei Produzenten mit eingebauter Erfolgsgarantie verpflichtet.

Das letzte The-Fray-Werk „Scars & Stories“ begeisterte mit gefühlvollen Pop-/Rocksongs. Doch diesmal klingt die Band etwas anders. Denn synthetische Drums und Keyboard-Klänge drängen die Gitarren in den Hintergrund. So umgibt sich der Opener „Hold My Hand“ zwar noch mit angenehmen Piano- und besagten Keyboard-Klängen sowie einem hörbar leidenden Sänger, doch spätestens bei „Love Don't Die“ wird klar, die Band will den Erfolg mit aller Macht weiter ausbauen. Der stampfende Rhythmus und ein Hammer-Refrain sollen es richten. Und zugegebenermaßen bleibt der Song im Ohr.

Auch „Give It Away“ ist weit entfernt vom sonstigen Musikstil der Band. Die treibende Nummer, die nervös tänzelnd dem Electro-Pop huldigt, hätte noch vor ein paar Jahren gewiss niemand auf einem Album von The Fray vermutet. Und auf diese Weise geht es weiter! Auch „Hurricane“ lebt den neuen elektronisch angehauchten Stil mit stampfenden Rhythmen und künstlichen Klängen, während „Same As You“ mit wabernden Synthesizern um die Ecke kommt. Auf diese Weise wirken die Songs unnötig aufgeblasen und zu bewusst an den Charts orientiert.

Auch wenn einige Songs durchaus gefallen, leidet darunter die Unverwechselbarkeit und es stellt sich die Frage, ob The Fray damit nicht in der breiten Masse ähnlich klingender Bands untergehen werden. Schuld daran könnte Produzent Stuart Price sein, der mit seiner Art zu produzieren, die musikalische Identität von The Fray verwässert. So lässt sich eventuell ein Singlehit landen, aber nicht dauerhaft überleben. Mal sehen, ob The Fray aus diesem Electro-Pop-Dickicht wieder herausfinden können.

Anspieltipps:

  • Love Don't Die
  • Keep On Wanting
  • Our Last Days

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