Broken Bells - After The Disco - Cover
Große Ansicht

Broken Bells After The Disco


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

The Shins' James Mercer und Danger Mouse zum zweiten Mal als Broken Bells: Harmonischer Indie-Pop als sanfter Startschuss ins Pop-Jahr.

Da haben sich aber zwei lieb. Dass sich der grammyschwere Projekttausendsassa Brian Burton aka Danger Mouse noch einmal mit The Shins' James Mercer zusammentut, um ein zweites Broken Bells-Album zu kreieren, wollte trotz der Ankündigungen niemand so richtig glauben. Dafür produziert, spielt, tanzt Danger Mouse eigentlich auf viel zu vielen Hochzeiten.

Die Chemie zwischen dem Indie-Mucker Mercer und dem Indie-Produzenten Burton muss also schon ziemlich stimmig sein, und das hört man dem Album „After The Disco“ auch an. Blitzeblanker Indie-Pop, wohlfeil zusammengeklimpert und getragen von Mercers sanftmütigem Gesang, ergießt sich relativ flüssig über eine Dreiviertelstunde und stimmt den Hörer recht froh, relativ happy und auch ein bisschen sorglos.

Was denn auch die einzigen Abstriche dieser relativ perfekten Indie-Pop-Platte wären: Gut, gefällig, schön, bisweilen sogar hymnisch stark („The Changing Lights“, „After The Disco“, „Control“), aber insgesamt mit einem Mangel an Dringlichkeit ausgestattet, kommt das Broken Bells-Album daher. In den wichtigen Momenten des Lebens, in denen es eines Soundtracks bedarf, wird die Wahl eher nicht auf diese Platte fallen. Wenn die Songs im Radio dudeln, wird es indes niemand abschalten.

Mittendrin also, zwischen dem ganz großen Ding und dem Nee-lass-mal-Zeug, macht es sich dieser Pop gemütlich und versprüht Charme, aber nicht zu viel davon. Strenge Richter mögen sagen: Mercer und Burton wären zu viel größeren Pop-Taten in der Lage, Pragmatiker wissen: Das ist schon völlig in Ordnung so.

Anspieltipps:

  • Control
  • After The Disco
  • The Changing Lights

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
7.5/10

Mit Den Zehen Am Abgrund
  • 2019    
Diskutiere über „Broken Bells“
comments powered by Disqus