The Bosshoss - Flames Of Fame / Live Over Berlin - Cover
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The Bosshoss Flames Of Fame / Live Over Berlin


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 171 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Live sind The BossHoss eine Klasse besser als auf CD. Country-Rock und eine Menge Spaß sind garantiert.

Die Country-Rocker von The BossHoss haben einen beachtlichen Karrierehöhepunkt erreicht. Ihr siebtes Album „Flames Of Fame“ (10/2013) schaffte nicht nur dank medialer Präsenz als Juroren bei „The Voice of Germany“ einen Charteinstieg auf Platz zwei. Angefangen haben die Berliner mit Coverversionen bekannter Songs wie „Hey Ya!“ (OutKast) oder auch „Word up!“ (Cameo), die sie zu Country-Tracks umfunktionierten. Den Ruf, eine exzellente Live-Band zu sein, haben The BossHoss schon im Jahr 2008 mit der DVD „Stallion Battalion: Live From Cologne“ bestätigt. Nun erscheint auf dem Höhepunkt des Erfolges eine neue Live-Platte (und Doppel-DVD) zum aktuellen „Flames Of Fame“-Album.

Auf der ersten DVD befindet sich der Konzertmitschnitt mit 20 Songs. Zwei Stunden lang rockte die siebenköpfige Combo das Berliner Publikum in der Max-Schmeling-Halle. 7.000 Menschen lauschten poppigen oder rockigen Songs, die sich in BossHoss-typischen Country-Gefilden bewegten. Das Augenzwinkern wird dabei nie vergessen und so bringt die Musik vor allem im Live-Gewand eine Menge Spaß, auch wenn in Songs wie „Stallion Battalion“, „Backdoor Man“ und „Last Day“ die Gitarren und das Schlagzeug härter erklingen, als man es von den eingängigen Country-Pop-Hymnen der Band gewohnt ist.

Das überwiegend weibliche Publikum geht hör- und sichtbar gut mit und die selbsternannten Cowboys bieten neben einer imposanten Lichtshow vor allem einen hohen Unterhaltungsfaktor. Alec Völkel hat immer eine Akustik- oder E-Gitarre in der Hand und Sascha Vollmer turnt die ganze Zeit über die Bühne und zeigt gern seinen tätowierten Oberkörper.

Die zweite DVD enthält den üblichen Blick hinter die Kulissen. Dort erfährt der Zuseher zum Beispiel, dass The BossHoss im Jahr 2004 noch in einem einzigen kleinen „Sprinter“ zu ihren Konzerten fuhren und heute in einem luxuriösen Nightliner. Dazu kommen fünf Riesentrucks voller Equipment und ein enormer logistischer Aufwand.

Live funktioniert das Konzept von The BossHoss ganz hervorragend und lässt dabei vergessen, dass auf den Studioalben eher Mittelmäßiges produziert wird. Dabei ist das Live-Brimborium gar nicht mal so extravagant. Die Band konzentriert sich auf ihre Musik und möglichst gute Unterhaltung des Publikums mit schmissigen Bläsereinsätzen und jeder Menge Country-Feeling, das auch in Europa Gefallen zu finden scheint.

Anspieltipps:

  • Eager Beaver
  • Hey Ya
  • A Little Bit More More More
  • God Loves Cowboys

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