Kid Ink - My Own Lane - Cover
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Kid Ink My Own Lane


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 71 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Majordebüt des 26-jährigen Newcomers aus Kalifornien.

Nach einem halben Dutzend Mixtapes und seinem erfolgreichen Indie-Debüt „Up & Away“ (06/2012, Platz 20 der US Billboard Charts), ist Rapper Brian Todd Collins alias Kid Ink (26) seit Januar 2013 beim Majorlabel RCA Records unter Vertrag. Dort erschien Anfang Mai 2013 die Download-EP „Almost Home“ und jetzt, gut ein Jahr nach Vertragsabschluss, sein offizielles Label-Debüt „My Own Lane“, an dem u.a. Chris Brown, Pusha T, Meek Mill, A$AP Ferg und Tyga beteiligt waren.

Der am ganzen Körper mit Tattoos zugetackerte Amerikaner strebt zwar rein äußerlich in die Gangsta-Rap-Ecke, eröffnet sein Album aber mit einem dermaßen cheesy Popsong, dass dem geneigten Puristen erst einmal das Hören vergeht. Doch schon mit „The movement“ ziehen tiefe Beats ein und es hagelt ein paar Ansagen, die sich gewaschen haben. Richtig böse wirkt das zwar auch nicht, doch im Wechsel mit der R&B-lastigen Chris-Brown-Kollaboration „Show me“ und dem Tyga-Feature „Iz u down“ wird zumindest klar, wohin die Reise des Kid Ink führt.

Der 26-Jährige agiert auf „My Own Lane“ wie ein gezähmter Bad Boy, der zwar hier und da etwas „Explicit Content“ in den Raum wirft, sich damit aber kaum positionieren kann. Zwar drücken Tracks wie „No option“, „Murda“ oder auch „Tattoo of my name“ heftig in die Magengrube und die Verpflichtung von Chris Brown für gleich zwei Songs ist mit Blick auf die Charts sicher ein guter Schachzug gewesen. Doch mehr als solide Rap-Kost ohne Überraschungen kommt dabei am Ende nicht heraus.

So rettet sich das mit 18 Tracks und 71 Minuten Spielzeit ziemlich üppig ausgestattete Album am Ende etwas zäh über die Ziellinie, denn hier und da ein paar dicke Beats („More than a thing“) in den Ring zu werfen und der Versuch, eine düstere Street-Rap-Atmosphäre zu kreieren („Star player“), ist am Ende etwas wenig, um für einen frühen HipHop-Höhepunkt des noch taufrischen neuen Jahres zu sorgen.

Anspieltipps:

  • Show me
  • No option
  • Main chick
  • Star player
  • I don’t care

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