Forest Swords - Engravings - Cover
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Forest Swords Engravings


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 50 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
8.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein aufstrebender Produzent, der wie so viele zurzeit auf Ambient-Sounds setzt und mit exotischeren, unüblichen Klängen aufzufallen versucht.

2010 hätte Matthew Barnes‘ Jahr werden können. Die „Dagger Paths“ EP, die er dann unter dem Namen Forest Swords veröffentlichte, wurde von Kritikern hauptsächlich positiv aufgenommen. Statt sich um sein schließlich heiß erwartetes Debüt zu kümmern, sah er sich aufgrund eines Tinnitus gezwungen, seinen Job als Grafikdesigner wieder aufzunehmen. Obwohl Barnes auch in der Zeit die Musik nie ganz aufgab, sollte es drei weitere Jahre dauern, bis sein Debütalbum „Engravings“ erschien.

Forest Swords ist somit ein aufstrebender Produzent, der wie so viele zurzeit auf Ambient-Sounds setzt und mit exotischeren, unüblichen Klängen aufzufallen versucht. Was anderes als Erfolg kann man dem Briten eigentlich schon seit „Dagger Paths“ kaum zuschreiben. Mit einer Mischung aus Sitar-Klängen („Ljoss“), exotischen Hörnern, Flöten („Irby Tremor“) und Dub-Rhythmen („Thor’s Stone“) auf schleppenden Beats gelingt es ihm, mehr als nur zu überzeugen. Den Tracks liegt dabei immer eine Bass-induzierte Atmosphäre und afrikanische Perkussion zu Grunde, welche die Stücke auf Dauer interessant hält.

Trotz all dieser verschiedenen Elemente wird „Engravings“ nie unnötig bombastisch, nie überfordernd. Im Gegenteil, Barnes versteht es, seine Stücke minimalistisch zu halten und nur mit dem Nötigsten Gefühlswelten zu vermitteln. So zum Beispiel auf „Onward“, das sich, von einem einzelnen metallenen, kalten Hämmern angeführt, über Bassline, Klimpern und Kratzen zu einem warmen und Hoffnung versprühenden Werk entfaltet, dem immer wieder Elemente genommen und beigefügt werden. Es sind solche Übergänge, vom Industriellen zum Organischen, solche Mischungen aus verzerrten und geschnittenen Vocal-Samples und natürlicher Percussion, aus Synthies und klassischen Instrumenten, die „Engravings“ zu einem Album machen, das im Genre seinesgleichen sucht.

Anspieltipps:

  • Thor’s Stone
  • Onward
  • The Weight Of Gold
  • Friend, You Will Never Learn

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