Gardens & Villa - Dunes - Cover
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Gardens & Villa Dunes


  • Label: Secretly Canadian/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ist da etwa gleich ein erster Anwärter für die Bestenliste 2014?

Zu der neuen Scheibe „Dunes“ von Gardens & Villa sollte man Hörern gleich einen Fragebogen reichen. Darf es auch ein wenig abgehobener sein? 80er-Jahre-Synthies in Ordnung? Genießen Sie das Wiederaufgreifen von Themen in anderen Songs, um diese einzuleiten? Man kann all dieses prätentiöse Gehabe auch abschütteln und nachfragen, ob man auf guten Indie-Pop steht. Das bedeutet in diesem Fall, dass eine Band ihren eigenen Weg geht, vor unkonventionellen Instrumenten nicht Halt macht und durch genug Dampf hinter den meisten Liedern auch auf Indie-Partys Jubel-Arien auslösen sollte.

Bevor eine Kritik eine einzige Lobpreisung wird, muss aber natürlich auch ein wenig relativiert werden. Panflöten in „Domino“ und The Cure-Gedächtnis-Riffs in „Echosassy“ erfinden das Pop-Rad nicht neu, sondern konzentrieren sich vielmehr auf gute Unterhaltung. Dieser Ansatz geht voll auf, wenn besagtes „Echosassy“ perfekt die Stimmung der Tanznächte einfängt, die uns fatalerweise wünschen lässt, dass wir im Miami des Jahres 1986 wären. Dieses Credo gilt übrigens auch für Neonlicht-Mitternachts-Lounge-Titel wie „Purple Mesas“ und „Bullet Train“.

Wer doch lieber drinnen bleibt und die verschwitzte Luft der guten Laune und die Glückseligkeit des Vergessens inhaliert, ist mit den „Echosassy“ unterstützenden Nummern „Colony Glen“, „Avalanche“ und „Minnesota“ bestens aufgehoben. Dass die vermeintlich romantischen Balladen „Chrysanthemum“ und „Minnesota“ da eher verkopftes Mittelmaß darstellen, schmälert den insgesamt sehr starken Eindruck nicht sonderlich. „Dunes“ ist genauso cool wie treibend und gefällt in gemütlichen Lounges wie auch als Mid-Tempo-Tipps für Indie-Irrwische.

Anspieltipps:

  • Echosassy
  • Purple Mesas
  • Domino

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