Brendan Benson - You Were Right - Cover
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Brendan Benson You Were Right


  • Label: Lojinx/ALIVE
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung
8.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Songwriter-Pop für Freunde der Beatles, Big Star, R.E.M. und Tom Petty.

Der US-Singer/Songwriter Brendan Benson wurde nach seinem Album „What Kind Of World“ von seinem Manager angewiesen, eine monatliche Serie mit Singles zu starten. Benson war zunächst etwas irritiert, fügte sich jedoch der Vorgabe. Das vorliegende „You Were Right“ versammelt nämlich jene Serie und bringt übrig gebliebenes Material vom Vorgänger zum Vorschein. Dabei handelt es sich keineswegs um schnöde Resteverwertung, denn schließlich wird bei Singles ganz besonders Wert auf den Song gelegt und Restmaterial ist nicht immer mit Qualitätsminderung gleichzusetzen.

Wer Brendan Benson als Singer/Songwriter noch nicht wahrgenommen hat, dürfte ihn eventuell - mehr oder weniger bewusst - als Mitbegründer und Co-Frontmann von Jack Whites The Raconteurs wahrgenommen haben. Auf seinem aktuellen Album hat er einige hochkarätige Gäste um sich geschart, neben Brad Pemberton (Ryan Adams And The Cardinals), waren Ashley Monroe, Ken Stringfellow (R.E.M., The Posies, Big Star) und Jon Auer (The Posies, Big Star) zugegen. Der Sound von R.E.M., The Posies und Big Star gehört somit zu den Bestandteilen dieser Songs.

Zum Start wird jedoch mit “It’s Your Choice“ ganz in Tom Petty And The Heartbreakers-Manier losgelegt. Petty würde damit in die Charts einziehen, dies wird Benson kaum vergönnt sein, hierfür hat er den Namen nicht. Danach folgen Songs für die Benson bekannt ist, 60er- und 90er-Jahre-Pop, der sich mit College-Rock verquickt. Mit „I Don’t Wanna See You Anymore“ wagt er schließlich eine gefühlvolle Soul-Pop-Ballade, die zwischen Muscle Shoals und Big Star anzusiedeln ist. Dann variiert er mit Reggae- und Hardrock-Elementen in „I’ll Never Tell“ und mit Finger schnippendem Piano-Honky-Tonk in „Swallow You Whole“.

Bläser und Soul fügt er in „She’s Trying To Poison Me“ und „Purley Automatic“ ins Pop-Konzept, dagegen beweist er in „New Words Of Wisdom“ sein Gespür für die etwas ruhigere Sorte Song. Für einen, der bereits seit 1996 als Solokünstler veröffentlicht, klingt das immer noch frisch und hat Qualität. Im Gesamten betrachtet hat Benson ein ordentliches Album abgeliefert.

Anspieltipps:

  • It’s Your Choice
  • I Don’t Wanna See You Anymore
  • She’s Trying To Poison Me
  • New Words Of Wisdom

Dieser Artikel ging am um 16:58 Uhr online.
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