Maximo Park - Too Much Information - Cover
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Maximo Park Too Much Information


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein solides, für Fans sogar gutes Album der britischen Indie-Rocker aus Newcastle.

Obwohl sie seit ein paar Jahren sogar bei einem Majorlabel unter Vertrag stehen, sind Ruhm, Hype und der Drang der frühen Jahre zwischen 2005 und 2009 für die fünfköpfige Band aus Newcastle inzwischen ein wenig verblasst und so etwas wie Normalität ist eingekehrt. Dennoch konnten sich die Indie-Rocker immer auf eine solide Fan-Base und Platzierungen im oberen Drittel der wichtigsten Charts verlassen, sodass ein neues Maximo-Park-Album auch anno 2014 noch immer eines der größeren Themen in Zeiten sintflutartiger Veröffentlichungswellen darstellt.

„Too Much Information“ geht nur knapp 1½ Jahre nach „The National Health“ (06/2012) an den Start und will sich gar nicht erst mit Experimenten und neuen Sounds an das musikalische Zeitgeschehen anbiedern: „Wer uns bis jetzt nicht mochte, der wird uns auch nicht mehr mögen“, wissen Maximo Park und zelebrieren auf ihrem fünften Studioalbum exakt das, womit sie sich vor fast zehn Jahren einen Platz zwischen Bands wie Razorlight, Kaiser Chiefs, Bloc Party und Franz Ferdinand erkämpft haben: Indie-Pop mit Electro- und New-Wave-Anleihen, bei denen E-Gitarren gleichberechtigt neben Keyboards und Synthesizern vorkommen.

Auch wenn dabei vielleicht nicht mehr die ganz großen Hits abfallen, die dem Hörer mit penetranter Eingängigkeit ins Gesicht springen, stellen die qualitative Dichte und die Atmosphäre auf „Too Much Information“ zwei Konstanten dar, mit denen die Mannen um Sänger Paul Smith auch dieses Album locker über die Ziellinie treiben, ohne dass der Hörer der Meinung sein wird, irgendetwas zu vermissen. Denn allein mit den stilistischen Gegensätzen zwischen dem ohne Gitarren auskommenden „Brain cells“-Track, dem schrammeligen Indie-Rock in „Her name was Audre“ und einem nervös pulsierenden Song wie „Give, get, take“, wird schon mal für mächtig Spannung gesorgt.

Doch auch zwischen den genannten Koordinaten haben Maximo Park genügend Wind in den Segeln, um eine Handvoll souveräne Popsongs wie „Leave this island“, „Midnight on the hill“ oder auch „Drinking Martinis“ abzuliefern, mit denen zumindest die Fans zufrieden zu stellen sein werden. Zumindest solange, bis mal wieder eine neue Sensation von der britischen Insel kommt.

Anspieltipps:

  • My bloody mind
  • Leave this island
  • Drinking Martinis
  • Midnight on the hill
  • Where we’re going

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