Rufus Wainwright - Vibrate: The Best Of - Cover
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Rufus Wainwright Vibrate: The Best Of


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 135 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die geballte Rufus-Wainwright-Power!

Für wenige Künstler eignet sich eine Best-of-Zusammenstellung so gut wie für Rufus Wainwright. Im Ernst: Der Sohn von Kate McGarrigle und Loudon Wainwright III bringt seit über 15 Jahren gute bis sehr gute Alben heraus, auf denen sich jeweils zwei bis drei Songs befinden, die aus dem restlichen Material herausstechen. Diese paar Titel könnten es problemlos mit sämtlichen weltbekannten Popgrößen aufnehmen und würden dabei gar nicht mal schlecht aussehen, wenn nicht sogar besser als je zuvor. Auf „Vibrate“ sind sie nun erstmals vereint, diese außergewöhnlichen Songs - was dieses Best-of zum ersten Album mit der geballten Rufus Wainwright-Power macht.

Es ist beinahe unmöglich, sich der Ausstrahlungskraft dieser Ansammlung zu entziehen: „Going To A Town“, „April Fools“, „The One You Love“, das Leonard Cohen-Cover „Hallelujah“ - Rufus lässt die Muskeln spielen. Dazwischen gibt es als Appetizer die neue Nummer „Me And Liza“, eine Zusammenarbeit mit dem Robbie Williams-Produzenten Guy Chambers, die in ihren ersten Sekunden ein Cover von Adam Greens „Dance With Me“ vermuten lässt, dann aber doch in eine typische Wainwright-Nummer übergeht. „Me And Liza“ bleibt der einzige neue Song auf „Vibrate“, jedenfalls für all diejenigen, die sich auf die reguläre Ausgabe beschränken. Denn hier ist der Kniff an der ganzen Sache: Die 18 Titel auf der normalen Version braucht unter den Fans wahrscheinlich niemand, es muss also ein Mehrwert her, eine „Deluxe Edition“, wie es so gerne heißt.

Auch wenn diese Bezeichnung mittlerweile inflationären Gebrauch findet, so trifft der Ausdruck „deluxe“ in diesem Fall jedoch ziemlich genau den Kern. Die zweite CD ist eine Fundgrube, selbst für treue Rufus-Anhänger. Befinden sich doch darauf neben einigen Live-Aufnahmen auch zwei bisher unveröffentlichte Songs („Chic And Pointless“ und das hymnische „WWIII“) sowie diverse Soundtrack-Beiträge (darunter das unglaubliche Beatles-Cover „Across The Universe“). Damit dringen wir tiefer in den Wainwright-Kosmos vor, zu Nummern, die nicht mehr ausnahmslos so stark sind wie die auf CD 1, aber nach wie vor ein Level halten, das einer Veröffentlichung dieses unverkennbaren Musikers gerecht wird.

Anspieltipps:

  • The One You Love
  • Across The Universe
  • April Fools
  • Hallelujah
  • The Art Teacher

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