St. Vincent - St. Vincent - Cover
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St. Vincent St. Vincent


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine der unterschätztesten Songwriter im Independent-Bereich wird immer besser und besser und besser.

Nach dem tollen Kollaborationsalbum „Love This Giant“ (2012) mit David Byrne, nun also wieder ein Soloalbum. Und ihr viertes, selbstbewusst nach sich selbst benannt, ist ihr bestes. Über ein Dutzend verschiedene Instrumente, weisen die Credits ihres Debütalbums aus, hatte sie selbst eingespielt. Die Multiinstrumentalistin ist Künstlerin im postmodernsten Wortsinn. Ein bisschen war das bisher ihre vielleicht einzige Schwäche. Ihre Songs flirrten regelrecht vor übersprühendem Geist.

Beruhigt hat sie sich zum Glück nicht auf „St. Vincent“, aber sie vermag es so schön wie noch nie, ihre Kräfte zu bündeln. „St. Vincent“ ist eine wahre Rhythmusexplosion. Zudem erhält die Rock-Gitarre endlich ihren verdienten Platz in Annie Clarks Sound. Die formidable Gitarristin arrangiert ihre Rhythmen um kräftige Riffs, die dennoch zu keinem breitbeinigen Gepose werden. Stampfen („Regret), Schütteln („Rattlesnake“), Grooven („Digital Witness“): die Annie packt wieder alles aus, aber die E-Gitarre führt uns sicher durch die Achterbahn einer künstlerischen, aber längst keiner abgehobenen Welt. St. Vincent, ein normaler Mensch, der keine Angst hat, das zu dokumentieren: „Oh what an ordinary day / Take out the garbage, masturbate“, beginnt die Single „Birth In Reverse“ programmatisch.

Liebenswerte Melodien, clevere Instrumentierung („Psychopath“), entwaffnende Ehrlichkeit („I Prefer Your Love“) - Annie Clark ist zum Verlieben gut geworden.

Anspieltipps:

  • Huey Newton
  • Rattlesnake
  • Psychopath
  • Digital Witness
  • Birth In Reverse

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