Wolves Like Us - Black Soul Choir - Cover
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Wolves Like Us Black Soul Choir


  • Label: Prosthetic Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das wie das Ergebnis einer Marktanalyse klingt.

Mit ihrem zweiten, von Mike Hartung (u.a. Frida Amundsen, a-ha, Satyricon, Motorpsycho, Marit Larsen, Katzenjammer) in den Osloer Propeller Music Division Studios produzierten Langeisen „Black Soul Choir”, melden sich die aus Norwegen stammenden Wolves Like Us nach ihrem 2011er Erstling „Late Love“ zurück. Ihr Genre-Mix aus Post-Hardcore, Alternative Rock, Heavy Metal und Punkrock entfachte vor drei Jahren ernsthafte Euphorie in der weltweiten Hartwurst-Gemeinde und hob das Quartett auf das Radar zahlreicher Fans.

Um die Nachfrage zu befriedigen, verbrachte die Band fast zwei Jahre auf Tour, so dass die Arbeit an „Black Soul Choir“ erst im Sommer 2013 aufgenommen werden konnte. Insgesamt drei Europa-Tourneen haben aus Larsh Kristensen (Gesang, Gitarre), Espen Helvig (Gitarre), Toy Kjeldaas (Bass) und Jonas Thire (Drums) eine perfekt eingespielte und verschworene Gemeinschaft gemacht, die sich ganz bewusst für einen Produzenten entschieden hat, der sowohl in der Popmusik als auch im Metal und Rock zu Hause ist. Schließlich kennen Wolves Like Us nach wie vor keine Genre-Schubladen und schielen eventuell auch auf den nordamerikanischen Markt, der es gerne etwas eingängiger mag.

So fällt bei aller Wucht, Härte und dem energiegeladenen Gesang durchaus ein Hang zu sauberen Melodien und einer gemäßigten, aber ambitionierten Produktion auf, als wolle die Band jeden Metal- und Rockhörer gleichermaßen bedienen. Damit machen es sich die Norweger allerdings nicht gerade leicht. Denn stilistisch sitzen sie auf diese Weise zwischen allen Stühlen, ohne eine der angepeilten Genre-Fraktionen wirklich zu erreichen. Ein Schuss, der nach hinten losgehen muss!

Was auf dem Debüt noch wild und frisch klang, scheint heuer das Ergebnis einer Art Marktanalyse zu sein, die alles andere als aufgeht. Denn angefangen bei der kalkulierten Akustikballade „Under“, über kleine Zwischenspiele wie „Days of ignorance“ und „A wish of fools“, bis hin zu gezielt epischen Momenten („Thanatos wins again“, „Dig with your hands“), ist auf „Black Soul Choir“ alles dabei, was in dieser Form kaum jemand braucht, zumal das Ganze auch noch fatal an Avenged Sevenfolds letztjährigen Versuch, das schwarze Album von Metallica zu kopieren, erinnert.

Anspieltipps:

  • Under
  • Three poisons
  • We were blood
  • When will we eve sleep
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