Eleni Mandell - Let´s Fly A Kite - Cover
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Eleni Mandell Let´s Fly A Kite


  • Label: Make My Day/ALIVE
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine maximal relaxte Songschreiberin, die ihren persönlichen Stil gefunden hat.

Seit mehr als 15 Jahren ist die US-Amerikanerin Eleni Mandell (44) inzwischen im Singer/Songwriter-Fach mit Country-, Blues- und Americana-Einflüssen unterwegs. Mit „Let’s Fly A Kite“ veröffentlicht sie ihr neuntes Studioalbum, das in Europa über das deutsche Indie-Label Make My Day Records auf den Markt gebracht wird. Es ist der Nachfolger des gelobten „I Can See The Future“ (07/2012), der in London eingespielt und von Neil Brockbank (u.a. Nick Lowe, Tres Chicas, Geraint Watkins) und Robert Trehern (u.a. Bill Kirchen, Nick Lowe) produziert wurde.

Auf „Let’s Fly A Kite“ präsentiert Mandell ein Dutzend neue Songs, die den Crooner-Vibe von „I Can See The Future“ aufgreifen und behutsam fortführen. Damit klingt „Let’s Fly A Kite“ wie ein charmantes Überbleibsel aus den 50er oder 60er Jahren, das im Übrigen von der gesamten Band des britischen Songwriters und Produzenten Nick Lowe eingespielt wurde. Kein Wunder, dass die warme Sound-Produktion des Albums und das majestätische, gut abgehangene Spiel von Matt Radford (Gitarre, Bass), Robert Trehern (Schlagzeug), Geraint Watkins (Keyboards), Gregory Townson (Gitarre) und Martin Winning (Saxophon, Klarinette) eine wunderbar harmonische Einheit bilden.

So verbreitet Eleni Mandells neuestes Werk eine herrlich entspannte Atmosphäre, die wie aus einer anderen Welt zu stammen scheint und vielleicht auch ein bisschen kitschig ist („Maybe yes“). Doch wenn sich die Mutter von Zwillingen selbst an Mariachi- („The Man who‘s always lost“) und Walzer-Klänge („Something to think about“) sowie kindlich anmutende Folk-Singalongs („Cool water“) heranwagt, ist das einfach nur konsequent und im Kontext der positiven Gesamtstimmung äußerst harmonisch.

Seit sich Eleni Mandell von ihren Country-Wurzeln gelöst hat, wirkt ihre Musik frischer und zugänglicher. So ist auch auf „Let’s Fly A Kite“ nicht mehr die angry young woman von Alben wie „Wishbone“ oder auch „Thrill“ zu hören, sondern eine maximal relaxte Sängerin und Songschreiberin, die ihren persönlichen Stil gefunden hat und damit in regelmäßigen Abständen einfach nur schöne Platten produziert.

Anspieltipps:

  • Little joy
  • Maybe yes
  • Cool water
  • Like dreamers do
  • The Man who‘s always lost
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