Lay Down Rotten - Deathspell Catharsis: Mors Semper Maior Est - Cover
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Lay Down Rotten Deathspell Catharsis: Mors Semper Maior Est


  • Label: Apostasy Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Trickreich wie Goatwhore, kompromisslos wie Kataklysm, furchteinflößend wie Six Feet Under – Lay Down Rotten sind eine Macht!

Mit einem neuen Label im Rücken machen die Hessen Jost Kleinert (Gesang), Nils Förster (Gitarre), Daniel Seifert (Gitarre), Uwe Kilian (Bass) und Timo Claas (Schlagzeug), einfach dort weiter, wo sie vor zwei Jahren mit „Mask Of Malice“ (02/2012) aufgehört haben: Sie ziehen als bitterböses Todesbleigeschwader durch die Lande und machen mit allem, was sich ihnen in den Weg stellt, kurzen Prozess. Dabei schütteln sie wie eh und je knochentrockene Riffs aus ihren Gitarren und zeigen ohne viel Schnörkel und Zierrat, wo der schwedische Death Metal-Hammer in Deutschland hängt. Das sorgt gelegentlich zwar auch für ein paar Durchhänger („Infernal agony“, „Among the ruins of a once glorious temple“), im Großen und Ganzen servieren Lay Down Rotten aber ausgesprochen stilsicher ihre dunkel grollende Metal-Melange.

Diese manifestiert sich ein weiteres Mal aus zeitgenössischeren Exemplaren wie Kataklysm, Six Feet Under oder Amon Amarth und althergebrachten Meistern des Genres wie At The Gates, Bolt Thrower oder Hypocrisy. Um diese Strukturen ein wenig auf Vordermann zu bringen, haben sich Lay Down Rotten für „Deathspell Catharsis“ außerdem an ihre Anfänge zurückerinnert, die etwas technisch-vertrackter und weniger „straight forward“ ihre Aufwartung machten. Damit ist die siebente Schlachtbank im Schaffen der Hessen nicht unbedingt eine Granate auf den ersten Hördurchgang geworden, entschädigt aufgeschlossene Metalheads aber mit einer beinahe vorbildlichen Lektion in Sachen höllischem Midtempo-Groove und wächst in weiterer Folge mit jedem Durchlauf.

Besonders die in Deutsch gehaltene Nummer „Schädelberg“ und der riffgetriebene Donnerknüppel „Blood on wooden crosses“ zeugen von der Urgewalt hinter den Lay Down Rotten-Kompositionen, selbst wenn „The fever“ wegen inflationären Gebrauchs des einzeiligen Refrains baden geht und „Zombified electrified“ Debauchery in Sachen Coolness den Rang ablaufen möchte, aber einfach nicht dieselben schlagkräftigen Argumente besitzt wie das AC/DC-Death Metal-Geflecht des Bloodgod. Nichtsdestotrotz bleibt „Deathspell Catharsis“ eine äußerst empfehlenswerte Angelegenheit für alle Fans von kompromisslos hereinbrechenden Old School-Riffwällen, die nicht als Mach-3-Inferno über einen hinweg zischen, sondern sich langsam, aber beständig in die Schädeldecke bohren.

Anspieltipps:

  • Schädelberg
  • Cassandras Haunting
  • Blood On Wooden Crosses

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