Lukas Batteau - Wasteland - Cover
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Lukas Batteau Wasteland


  • Label: Popup Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Songwriter-Pop mit guten Ansätzen, Tiefe und echte Poesie bleiben hierbei zu oft auf der Strecke.

Lukas Batteau ist ein Singer/Songwriter, der halb Niederländer, halb Amerikaner ist. Er wuchs in Südkorea, den Niederlanden und den USA auf und wurde folglich mit unterschiedlichen Kulturen konfrontiert. Als Fünfzehnjähriger entdeckte er seine Stimme und die Gitarre. Er begeisterte sich für Bands wie Pearl Jam, Smashing Pumpkins und Radiohead, und fasste den Entschluss, selbst Lieder zu komponieren. Zwei EPs ebneten ihm den Weg ins Vorprogramm von Tracy Bonham, Gomez, Megafaun, Go Back To The Zoo und Miss Montreal. So verschlug es ihn auch in den legendären New Yorker Club The Living Room. Mit seiner Smashing Pumpkins-Coverversion von „Stumbleine“ tauchte er bei YouTube auf. Das Video gefiel den Smashing Pumpkins selbst so sehr, dass sie es auf ihrer Homepage präsentierten.

Nach den EPs und seinen Bühnenauftritten musste Lukas Batteau nun über die volle Länge eines Studioalbums seinen Mann stehen. Batteau hat die elf Songs mit voller Band in Szene gesetzt. Bis auf das Up-Tempo-Stück „Dance For The Dead“ bewegen sich die Titel im langsamen bis mittleren Tempobereich. Lukas Batteaus Stimme verbindet das Raue mit dem Emotionalen, so richtig aus der Masse der Singer/Songwriter will sie nicht herausragen. Die Kompositionen sind zwar gelungen, wirklich herausragend sind sie jedoch nicht. Immerhin können „Line Of Fire“, „Waterside“ und „Goodbye“ mit einigen berührenden Momenten punkten.

Wahrscheinlich ist Lukas Batteau noch auf der Suche nach seinem Stil, einerseits übt er sich an melodischem Folk- und Songwriter-Pop, andererseits wagt er sich auch an tiefschürfende Songs, wobei vor allem „The Storm“ einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Produktion, Mix und Arrangements sind gelungen, besondere oder spezielle Ansätze bleiben dabei außen vor. Wir wollen nicht vergessen, dass es sich um ein Debüt handelt, doch mit dem Überangebot an Singer/Songwritern steigt naturgemäß die Erwartungshaltung.

Allzu viel lässt sich an dem Album nicht herummäkeln, außer dass ihm die Unverwechselbarkeit abgeht. Auch die letzte Konsequenz dahin zu gehen, wo es wirklich weh tut, lässt Batteau meistens vermissen oder anders herum formuliert: Tiefe und echte Poesie werden zwar angestrebt, jedoch nur phasenweise erreicht. Die Songs sind nicht schlecht, eine gewisse Vorhersehbarkeit haftet ihnen dennoch an. Nichtsdestotrotz haben seine Sorgfalt, sein Handwerk und seine Stimme Potential, weshalb er mit der Zeit sicherlich wachsen wird. Die guten Ansätze jedenfalls sind nicht von der Hand zu weisen und so sollte man ihn also schon im Auge behalten.

Anspieltipps:

  • Line Of Fire
  • The Storm
  • Waterside
  • Goodbye

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