Lacson - 1234567Days - Cover
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Lacson 1234567Days


  • Label: Monster Artists/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch Fury In The Slaughterhouse, Reamonn und Sunrise Avenue.

Der Schweizer Raphael Krauss zieht bereits seit seinem 16. Lebensjahr seine Bahnen als Mensch mit der Berufung „Musiker“. Dabei ist er in der Welt viel herumgekommen, hat positive wie auch negative Erfahrungen gesammelt und sich die Hörner abgestoßen. Ein fast schon typisches Musikerleben, inzwischen zwei Jahrzehnte andauernd, geprägt von Leidenschaft und dem einen großen Ziel vor Augen: Mit sich und seiner Musik im Reinen zu sein – und bestenfalls davon leben zu können.

Irgendwo auf dieser emotionalen Reise gründete Raphael Krauss die Band Lacson. Und plötzlich werden die Presseinformationen, die zum Album „1234567Days“ mitgeliefert werden, etwas undurchsichtig. Da wird vom Gründungsjahr 2009 und der Veröffentlichung des Debütalbums gesprochen. Doch was ist mit dem im Jahr 2008 auf den Markt gebrachten Werk „In A World“ (02/2008), das ein gewisser Raphael Lacson (!) zusammen mit Sebastian Weiss, Gerald Kiesewetter und Flo Baumgartner eingespielt hat? Hierüber wird sich partout ausgeschwiegen. Ist das ein Versehen, bewusstes Ausklammern oder einfach nur albern? Oder sehen wir nur Gespenster?

Inzwischen bestehen Lacson neben ihrem Mastermind aus Beat Diesel (Bass), Godi Hildmann (Gitarre) und Dennis Poschwatta (Drums), den man als Schlagzeuger der Guano Apes kennt und der „1234567Days“ auch als Produzent betreut hat. Poschwatta entlockte Raphael Krauss ein Dutzend Songs in der Schnittmenge zwischen Rock und Pop, wie man sie zum Beispiel von Bands wie Sunrise Avenue, Reamonn oder früher Fury In The Slaughterhouse kennt, zumal die Stimmfarbe von Raphael Krauss auch noch einer Mischung aus Kai Wingenfelder, Samu Haber und Rea Garvey gleicht.

Doch so schön so ein Vergleich eventuell auch sein mag, eines geht den Lacson-Songs im Vergleich dann doch ab: Mit der Eingängigkeit der genannten Mitbewerber können sie so gut wie nie mithalten (einzige Ausnahmen: der Titeltrack, „Reason to live“ und „This is the end“) und ausgleichende Elemente wie Härte, Progressivität, Einzigartigkeit oder überfallartige Überraschungseffekte finden nicht statt. Und das ist in der Summe leider nicht mehr als gehobener Durchschnitt.

Anspieltipps:

  • Hold me
  • 1234567Days
  • Reason to live
  • Act the innocent
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