Manowar - Kings Of Metal MMXIV - Cover
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Manowar Kings Of Metal MMXIV


  • Label: Magic Circle/ALIVE
  • Laufzeit: 100 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Hail and kill. Fuck the world“. Danke. Selber!

Wenn einem wie der US-Metal-Band Manowar seit Jahren künstlerisch nichts Sinnvolles mehr einfällt, dann vertreibt man sich die Zeit eben mit sinnlosen Live-Alben und sehr fragwürdigen Neueinspielungen alter Klassiker. Denn auch wenn es dem eigenen Image schadet: Es macht die Geldbeutel von Joey DeMaio und Co. immer noch ein bisschen voller, da die treu-doofen und zumeist deutschen Fans scheinbar jeden Plunder ihrer (alten) Helden kaufen.

Nach den „Battle Hyms“ in der MMXI-Edition (12/2010) und dem Studio-Ausfall „The Lord Of Steel“ (10/2012), erscheint nun also „Kings Of Metal“ als MMXIV-Version. Das Kult-Originalalbum stammt aus dem Jahr 1988 und erschien auf dem Majorlabel Atlantic Records. In Deutschland holte die Band damit ihre erste Goldene Schallplatte mit mehr als 250.000 verkauften Einheiten und festigte ihren Ruf als Begründer des True Metal.

Für die Neuauflage wurden mit „Pleasure slave“ und „Sting of the bumblebee” zwei – zugegeben nicht sonderlich gute Songs – weggelassen und stattdessen eine mit Effekten aufgeblasene Extended Version von „The warrior´s prayer“ vom Stapel gelassen, an der sich Hollywood-Sound-Effekt-Veteran Hamilton Sterling (Batman: The Dark Knight, Men In Black 3, Krieg der Welten, Master & Commander: The Far Side Of The World) so richtig austoben konnte. Zudem wurde die Songreihenfolge verändert. Außerdem gibt es die zentralen Stücke des Albums auf einer Bonus-CD als Instrumental-Versionen.

Man könnte der Meinung sein, dass die Neueinspielung in erster Linie dem Wunsch nach einem besseren Sound als auf dem 80er-Jahre-Original nachkommen will. Dem ist leider nicht so. Der Klang des Albums ist wie schon auf „The Lord Of Steel“ ekelhaft dumpf, oft ohne echte Höhen ausgestattet und dadurch dem Anspruch eines Premium-Produkts nicht würdig. Enttäuscht kann deshalb davon ausgegangen werden, dass die Neuauflage von „Kings Of Metal“ nur den Sinn hat, die Rechtesituation so zu gestalten, dass mehr Tantiemen in den Taschen von Manowar und nicht in denen ihrer früheren Vertragspartner hängenbleiben.

Dabei beherbergt dieses Werk absolute Kultsongs wie den Titeltrack (Textzeile: „Other bands play – Manowar kill!“), „The heart of steel“, „The blood of the kings“ (toll, wie viele Länder Manowar aufzählen können!) oder auch „Thy kingdom come“. Doch um das (nachträglich) festzustellen, hätte es nun wirklich keiner Neueinspielung bedurft.

Anspieltipps:

  • Kings of metal
  • The heart of steel
  • Thy kingdom come
  • The blood of the kings
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