KMPFSPRT - Jugend Mutiert - Cover
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KMPFSPRT Jugend Mutiert


  • Label: Uncle M Music/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das Spaß macht, ohne irgendetwas neu zu erfinden, und sich dabei keine Ausfälle oder Peinlichkeiten leistet.

Wer noch immer über das Ende von Muff Potter trauert, Jupiter Jones und den Broilers übel nimmt, dass die Bands dem Kommerz verfallen sind und sich die Wartezeit auf ein hoffentlich neues ZSK-Album versüßen möchte, kommt dieser Tage nicht um das Debütalbum „Jugend mutiert“ der Kölner Band KMPFSPRT herum. Mit ehemaligen Musikern von Fire In The Attic und Days In Grief – womit klar ist, dass wir es nicht mit einer Horde wilder Teenager zu tun haben! – bringen KMPFSPRT jede Menge Enthusiasmus und Erfahrung mit, um der eingerosteten Punkrockszene auf die Sprünge zu helfen.

Zwar legten KMPFSPRT bereits im Mai 2012 ihre Debüt-EP vor, sodass ihr Name schon länger durch das Kleingedruckte der Musikmagazine geisterte, doch erst jetzt scheint die Zeit gekommen, um die Claims im melodischen Punkrock neu abzustecken. Die Kunst auf „Jugend mutiert“ lautet dabei, eingängige Songs zu erschaffen, die trotzdem nicht auf Härte und einen gewissen inhaltlichen Tiefgang verzichten, und daneben in der Muttersprache funktionieren müssen. Das erreichen KMPFSPRT zwar nicht mit jedem Song ihres Longplayers, doch in der Summe ist „Jugend mutiert“ ein mehr als achtbares Debüt, das zudem eine hervorragende Dicke-Hose-Produktion von Martin Buchwalter (Destruction, Accuser, Elvenking, Suidakra) am Start hat.

Sänger Richard Meyer verfügt über ein raues Organ, das unterschiedliche Emotionen wie Verbitterung und Aufbruchsstimmung transportieren kann. Das ist wichtig für die Songs, die besonders dadurch einen angenehm erdigen Punch entwickeln. Doch auch Richard Meyers Band-Kollegen stehen dem in nichts nach, indem sie für mächtig Druck und Groove sorgen und damit Mitgrölhymnen wie „Am Ende hell“, „Atheist“ oder auch „Musikdienstverweigerer“ komplettieren. So entstand auf diese Weise ein Album, das Spaß macht, ohne irgendetwas neu zu erfinden, und sich dabei keine Ausfälle oder Peinlichkeiten leistet.

Anspieltipps:

  • Atheist
  • Nachtsicht
  • Am Ende hell
  • Musikdienstverweigerer
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