MarieMarie - Dream Machine - Cover
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MarieMarie Dream Machine


  • Label: Electrola/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein ganz herkömmliches Pop-Album, das weder bahnbrechende Ideen transportiert, noch echte Hits besitzt.

Maria Scheiblhuber alias MarieMarie hat sich schon als Kind intensiv mit Musik beschäftigt und erlernte das Harfenspiel. Als 18-Jährige wirkte sie auf dem Ärzte-Unplugged-Album „Rock’n’Roll Realschule“ (11/2002) mit und später studierte sie am nicht gerade günstigen, privaten „Berklee College Of Music“ in Boston (USA). Im März 2014 wird sie am Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) teilnehmen und schon jetzt gibt es ihr Debütalbum „Dream Machine“ zum käuflichen Erwerb feilgeboten.

Die Harfe ist auch heute noch gegenwärtig und fester Bestandteil der Musik von MarieMarie, die sich grundsätzlich im elektronischen Pop-Fahrwasser befindet und Einflüsse aus den 80er Jahren in sich trägt. Insbesondere der Name Kate Bush dürfte des Öfteren fallen, wenn MarieMarie ein ums andere Mal in elektronisch-versponnene Klangwelten abtaucht, die die 30-Jährige zusammen mit dem Produzenten Roland Spremberg (u.a. Unheilig, a-ha, Wingenfelder, Christina Stürmer, Indica, The Baseballs, Helene Fischer) sowie diversen Co-Songwritern geschaffen hat.

Auch eine vermeintlich moderne Elfe wie Enya (52) und der wie in einer Zeitschleife gefangene Klangtüftler Mike Oldfield (60) sind dem Sound der Wahl-Münchnerin nicht fremd. Doch sollen diese Vergleiche wirklich die Geschmackskoordinaten darstellen, mit denen die Musik von MarieMarie beschrieben werden kann? Leider ja! Denn mit dem Dutzend Tracks auf „Dream Machine“ liefert die Harfenistin eine ziemlich altbacken wirkende Songsammlung ab, die auch durch die Hinzunahme von „Electro“ in die Genrebezeichnung nichts an Aktualität, Frische und Schwung dazugewinnt.

Allein mit dem besonderen künstlerischen Aspekt des in der Tat sehr schönen Spiels auf der Harfe, lässt sich eben nicht vertuschen, dass „Dream Machine“ bis auf ein paar nette Songs wie „Cotton candy hurricane“, „Wild bees honey“ oder auch „Magnolia“ ein ganz herkömmliches Pop-Album geworden ist, das weder bahnbrechenden Ideen transportiert, noch echte Hits besitzt.

Anspieltipps:

  • Magnolia
  • Wild bees honey
  • Open your eyes
  • Cotton candy hurricane

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