Metallica - Through The Never - Cover
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Metallica Through The Never


  • Label: Ascot Elite Home Entertainment
  • Laufzeit: 93 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Viel Radau um nichts. Metallica verplempern weiterhin Zeit (und Geld), anstatt endlich ein neues Studioalbum an den Start zu bringen.

So langsam nervt’s, meine Herren! Anstatt endlich ein neues Studioalbum vorzulegen („Death Magnetic“ ist inzwischen fast 5½ Jahre alt!), wirbeln Metallica weiterhin lieber durch die Welt und kassieren fette Gagen für ihre Live-Auftritte, zum Beispiel für ein Konzert in der Antarktis, das Metallica zur ersten Band überhaupt macht, die innerhalb eines Jahres auf allen sieben Kontinenten aufgetreten ist. Und wenn mal nicht irgendwo auf der Welt auf der Bühne gestanden wird, nehmen sich die Herren als nächstes Projekt einen Kinofilm vor, dessen zentraler Inhalt ein... Live-Konzert ist. Vielen Dank auch!

Metallica Through The Never“ heißt der vermeintliche in 3D gefilmte Spaß, der am 27. September 2013 in die US-Kinos kam und dort, wie auch auf dem Rest des Globusses böse floppte. Berücksichtigt man sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem Film, so hätte dieser 36 Millionen Dollar einspielen müssen, um rentabel zu sein. Davon ist er allerdings noch weit entfernt, sodass alle Hoffnungen auf der DVD/Blu-ray-Veröffentlichung liegen. Denn mit einem weltweiten Einspielergebnis von gerade einmal 21 Millionen Dollar, wovon 3,4 Millionen auf die USA entfallen und weitere geradezu lächerliche 700.000 Dollar auf dem deutschen Markt abgeschöpft werden konnten, was mageren 48.000 Kinobesuchern entspricht, ist „Metallica Through The Never“ bis dato ein herbes Verlustgeschäft für die Gelddruckmaschine Metallica.

Zum Inhalt des Film: Während eines gigantischen Konzerts werden Metallica von 36 3D-Kameras gefilmt. In diesen Live-Auftritt wird die Geschichte von Trip (gespielt von Dane DeHaan) eingewoben, einem jungen Mitglied der Metallica-Tour-Crew. Dies geschieht in Form einer Mischung aus Dokumentation und Konzertfilm. Denn während James Hetfield und Co. auf der Bühne rocken, muss Trip eine Mission erfüllen. Er bekommt den Auftrag, durch die Stadt zu fahren und eine mysteriöse Tasche zu besorgen, die die Band - aus welchen Gründen auch immer - unbedingt braucht.

Diese Aufgabe verwandelt sich zu einem wahnwitzigen Ausflug. In der Konzerthalle tobt das Publikum, Metallica fahren Special Effects noch und nöcher auf und Trip steuert auf der Suche nach der Tasche scheinbar auf den Weltuntergang zu. Er begegnet einem mysteriösen Reiter und gerät in Straßenschlachten zwischen Vermummten und der Polizei, er baut einen Verkehrsunfall und sieht sich zum Leben erwachten Puppen gegenüber. Daraus ergibt sich grundsätzlich ein großes Spektakel, das mit wuchtigen Klängen und beeindruckenden Bildern nicht geizt. Allerdings darf der tiefere Sinn hinter den meist sehr kurzen Spielfilmelementen durchaus infrage gestellt werden.

Regisseur Nimrod Antal („Predators“) deutet vieles nur an und versucht auf diese Weise, der Story einen Mystery-Touch zu verleihen. Viel zu selten wird dabei auf eine Kombination von Bild/Story und Ton/Musik gesetzt, sodass Spielfilm und Konzert quasi nebeneinander herlaufen und keine richtige Einheit bilden. Dadurch ist „Metallica Through The Never“ weder Fisch noch Fleisch und unterm Strich nur etwas für die beinharten Fans der größten Heavy Metal Band der Welt, die verdammt noch mal endlich ein neues Studioalbum präsentieren soll, anstatt Geld und Zeit für Angeber-Projekte wie 3D-Spiel- bzw. Konzertfilme zu verplempern.

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