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Paula Paula


  • Label: JSMQQ5/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Fast schon Retro-Electro-Pop aus der Bundeshauptstadt - und damit kein Fall für Hipster.

Die von Elke Brauweiler und Berend Intelmann gegründete Electro-Pop-Band Paula meldet sich fast sechs Jahre nach ihrem letzten Longplayer „So Wie Jetzt“ (05/2008) mit ihrer neuen, inzwischen sechsten Platte zurück auf der Bildfläche der elektronischen Popmusik. Eine so lange Zeit zwischen zwei Alben – das hat durchaus schon etwas von einem Comeback, weshalb das Duo das Werk vielleicht schlicht mit „Paula“ betitelt hat.

Ob es der Band tatsächlich endlich einen Schub Bedeutsamkeit bringt, um zum Beispiel aus dem übergroßen Schatten der Berliner Konkurrenz 2Raumwohnung herauszukommen, bleibt abzuwarten. Dazu fahren sie elf locker-leichte Popsongs auf, die mit sonnigen Melodien und auf niedlich zurechtgebogenen deutschen Texten im besten Fall nicht wehtun und der latenten Aufdringlichkeit von Frida Gold einen Riegel vorschieben.

Damit drohen die Wahl-Berliner aber auch weiterhin haarscharf an den Charts vorbei zu schwimmen bzw. nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Denn irgendwie sind die Mittel von Paula langfristig nicht verbindlich genug. Was in Einzelfällen sehr wohl zu gefallen vermag („1987“, „Gut auseinander gehen“), ist über die Länge eines gesamten Albums dann doch zu harmlos („Was für ein Ende“), nett („Bangkok“) und niedlich („Tu parles“).

Lediglich die stets etwas sperrig wirkenden Texte verleihen den Stücken ein paar Ecken und Kanten, freilich ohne dass „Paula“ in diesem Jahr zu einem Top-Kandidaten für die Großstadt-Hipster werden könnte, die sich dann doch lieber von Mia. und Frida das Gehirn aufweichen lassen.

Anspieltipps:

  • 1987
  • Bangkok
  • In Farbe sehen
  • Mehr Entertainment
  • Gut auseinander gehen
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6.5/10

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