Pillar Point - Pillar Point - Cover
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Pillar Point Pillar Point


  • Label: Polyvinyl/CARGO
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das im Elektro-Sektor keine Bäume ausreißen kann.

Pillar Point Harbor im kalifornischen San Mateo County, nahe der Half Moon Bay bei San Francisco, ist bekannt für seinen malerischen Bootshafen. Hier wuchs Scott Reitherman auf, der Mitglied der Indie-Popper Throw Me The Statue ist und jetzt mit seinem ersten Soloprojekt namens Pillar Point an den Start geht.

Nachdem das letzte Album von Throw Me The Statue bereits im Jahr 2009 erschien, zog sich die Arbeit an den Songs für „Pillar Point“ über einen Zeitraum von zwei Jahren in mehreren Etappen hin. Dabei entwickelte sich das Songwriting des in Seattle lebenden Musikers zusammen mit Produzent und Langzeitkollaborateur Charlie Smith (Kairos, Pollens, Katie Kate, Annabel Lee) in eine völlig neue Richtung.

Anstatt den fröhlichen Indie-Pop von Throw Me The Statue weiterzuverfolgen, fielen die Stücke diesmal weitaus düsterer, elektronischer, tanzbarer und mit tiefergehenden Texten aus. Kein Wunder, denn die Platte entstand in einer Lebensphase, in der sich die Eltern von Scott Reitherman scheiden ließen und er sich von seiner Freundin trennte. Das hat auf die Kompostionen abgefärbt. So beginnt „Pillar Point“ mit dem nervös tänzelnden „Diamond mine“, in dem leicht verhuschte Vocals, ein dissonanter Refrain und quietschende Keyboards zusammen im Clinch liegen, während Scott Reitherman in dem treibenden „Eyeballs“ fast schon euphorische Klänge freisetzt, in deren von Synthesizern geprägten Welt sich auch eine E-Gitarre mischt.

„Cherry“ ist ein verspielter Popsong auf einem dominierenden Synthie-Teppich, der eine schöne Steilvorlage für das folgende „Black hole“ abgibt, das entfernt nach den frühen Depeche Mode klingt. Dagegen eiern „Strangers in paradise“ und „Dreamin‘“ uninspiriert und kaum zielführend in der Gegend herum, und auch das recht eingängige „Touch“ weiß nicht so recht, was es will. Erst „Curious of you“ mit seinen drängenden Riffs und das finale „Echoes“ bringen wieder Linie in ein Album mit Höhen und Tiefen, das unterm Strich ganz okay ist, aber im Elektro-Sektor keine Bäume ausreißen kann.

Anspieltipps:

  • Cherry
  • Eyeballs
  • Black hole
  • Curious of you

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