Sons Of The Sea - Sons Of The Sea - Cover
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Sons Of The Sea Sons Of The Sea


  • Label: Membran/Sony Music
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Independent-Soloprojekt von Produzent Brendan O´Brien und Incubus-Frontmann Brandon Boyd.

Sons Of The Sea ist das gemeinsame Projekt von Incubus-Frontmann Brandon Boyd (38) und dem 53-jährigen Produzenten Brendan O´Brien (u.a. Pearl Jam, The Killers, Stone Temple Pilots, Bruce Springsteen, AC/DC, Rage Against The Machine), der die letzten drei Incubus-Alben im Studio betreute. Oha! Müssen jetzt die Super-Group-Alarmglocken schrillen? Wohl kaum. Denn trotz dieser zwei großen Namen der Rockmusik, erscheint das Erstlingswerks des Duos als Independent-Veröffentlichung ohne großes Tamtam. Und das, obwohl Boyd und O`Brien mit ihrem selbstbetitelten Werk schlicht und ergreifend eine extrem poppige Variante von Incubus vorlegen, die sich bei Maroon 5, Queen sowie ganz allgemein am Sixties-Pop das eine oder andere abgeschaut hat und damit durchaus chartkompatibel ist.

Für Incubus-Puristen dürfte „Sons Of The Sea“ vermutlich zu poppig und süß sein, da rockige Gitarren weitgehend ausgeblendet werden und die typische Incubus-Dramatik ebenfalls einer entspannten Lockerheit zum Opfer fällt. Daran muss man sich in der Tat erst einmal gewöhnen: Auf „Sons Of The Sea“ tritt Brandon Boyd als Popsänger in Erscheinung, der den Killers näher denn je steht („Come together“, „Hey, that’s no way to say goodbye“) und dabei in Kauf nimmt, dass er seine Fans mit schwülstigen Balladen à la Elton John („Avalanche“) und grundsätzlich zu seichter Musik verprellt.

In der Tat wandeln Boyd und O`Brien auf einem schmalen Grat zwischen Kunst und Kitsch. Feine Popsongs wie „Jet black crow“ und große Momente wie „Space and time“ wechseln sich mit grenzwertigen Songs wie „Plus minus“ und „Great escape“ ab, die mehr wollen als sie können. Das verleiht dem Album auf der einen Seite zwar eine spannende Grundlage, die aber nicht durchgehend auf höchstem Niveau angesiedelt ist. In diesen Augenblicken ist es tatsächlich besser, dass „Sons Of The Sea“ nicht an die große Glocke gehängt wurde und bereits bei seiner US-Veröffentlichung im September 2013 mehr oder weniger unter dem Radar hindurch flog.

Anspieltipps:

  • Untethered
  • Come together
  • Space and time
  • Jet black crow
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