My Chemical Romance - May Death Never Stop You: The Greatest Hits 2001-2013 - Cover
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My Chemical Romance May Death Never Stop You: The Greatest Hits 2001-2013


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Sag zum Abschied leise Servus: Ein Jahr nach ihrer Trennung bringen My Chemical Romance ihre größten Hits und einen bisher unveröffentlichten Song auf den Markt.

The Black Parade Is Dead!” (06/2008), hieß es bereits vor mehr als sechs Jahren wenig hoffnungsvoll. Dass damit aber nicht nur das Tour-Ende gefeiert und das Konzept des „The Black Parade“-Albums (10/2006) ad acta gelegt werden sollten, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Doch mit dem folgenden Werk „Danger Days: The True Lives Of The Fabulous Killjoys“ (11/2010) manövrierten sich My Chemical Romance trotz respektabler Verkaufszahlen langsam aber sicher an ihr Ende als Band, das am 22. März 2013 auf ihrer Homepage bekanntgegeben wurde. Ein Jahr nach der offiziellen Trennung erscheint nun das finale „Greatest Hits“-Album „My Death Never Stop You“.

Mit den 19 Songs dieser Compilation fassen My Chemical Romance die 12 Jahre ihrer gemeinsamen Karriere zusammen. Beginnend mit dem bis dato unveröffentlichten Titel „Fake your death“ (wenn das mal nicht zweideutig ist...), der sich als von Pianoklängen untermalter Midtempo-Song ins Gehör schmeichelt, geht die Reise chronologisch mit Songs aller vier Studioalben weiter, ehe sich der Kreis zum Schluss mit drei Demos des Debütalbums „ You Brought Me Your Love“ (07/2002) schließt. In diesem Augenblick hat der Hörer einen Ritt durch die hoch emotionale Welt von My Chemical Romance hinter sich gebracht, die auch in dieser kompakten Form, in der die einzelnen Konzepte der Longplayer nicht in epischer Breite ausgewalzt werden können, gute Aufschlüsse darüber bietet, warum diese Band für ein paar Jahre zum Aufregendsten gehörte, was die Rockmusik zu bieten hatte.

Machen wir uns nichts vor: „Greatest Hits“- und „Best Of“-Alben haben ausschließlich einen kommerziellen Charakter. Dies ist auch hier der Fall. Nicht nur deshalb seien den geneigten Hörern grundsätzlich die eigentlichen Studioalben ans Herz gelegt, um die gesamte Komplexität im kompositorischen Schaffen der Amerikaner zu ergründen. Doch selbst mit den hier präsentierten Ausschnitten wird eine Wirkung erzeugt, die nur wenige Rockbands für sich reklamieren können. Damit kommen die späten Entdecker von My Chemical Romance relativ günstig auf ihre Kosten und die bisherigen Fans werden allein wegen des einen „neuen“ Songs und der drei Demos zuschlagen. Win, Win, Win. Ziel erreicht. Alles gut!

Anspieltipps:

  • Mama
  • Helena
  • Famous last words
  • I’m not okay (I promise)
  • Welcome to the black parade
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