Let´s Wrestle - Let´s Wrestle - Cover
Große Ansicht

Let´s Wrestle Let´s Wrestle


  • Label: Fortuna Pop!
  • Laufzeit: 37 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
8.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mehr Eigenständigkeit bitte!

Ein Album übers Erwachsenwerden. Wie kitschig-romantisch. Doch Obacht: Was die blutjunge englische Band auf ihrem selbstbetitelten Drittwerk „Let’s Wrestle“ anbietet, ist keineswegs so plakativ langweilig, wie es zunächst scheinen mag.

Musikalisch reißt die Band dabei keinesfalls innovative Bäume aus. Es gibt ein Schlagzeug, wer hätte das gedacht. Gitarren sind auch dabei. Und mit Wesley Patrick Gonzalez verfügen die Indie-Rocker sogar über einen charismatischen und songwriterisch nicht unbegabten Sänger. Angereichert wird das instrumentelle Arrangement durch Gastmusiker Meilyr Jones an seiner Orgel sowie durch die Trompete von Max Bloom. Wirklich dominant werden diese genreuntypischen Einflüsse aber nie.

Die ersten Sekunden von „Rain Ruins Revolution“ ertönen, ein Song, der so auch ohne Weiteres von den Vaccines hätte stammen können. Das trifft so aber auf fast jeden der 13 Tracks von „Let’s Wrestle“ zu. Zufall ist das freilich keiner, saß doch mit Rory Atwell derselbe Produzent an den Reglern. Ob das schlimm ist, muss jeder für sich entscheiden, ein wenig fehlt Gonzalez’ Mannen aber die Eigenständigkeit in ihren Songs.

So sucht man dann auch den einen herausragenden Song auf der Platte vergebens. „Rain Ruins Revolution“ startet als mehr als ordentlicher Indie-Rocker, „Wrexham Aluminium“ und „Irish Sea“ schwelgen ein wenig vor sich hin und heben sich durch ihre ruhige Grundstimmung merklich vom Rest des Albums ab. Der Beweis, dass das Songwriting der Band durchaus Raum für etwas mehr Kreativität gelassen hätte.

Let’s Wrestle sind eine Formation, die ihren eigenen Weg noch nicht gefunden zu haben scheint. Zu wenig ragen sie auch auf ihrem neuen Album aus der Masse an Bands heraus, die sich „Indie Rock“ auf die Fahne geschrieben haben. Schlecht ist das alles dennoch keinesfalls. Wer Genrekollegen wie The Vaccines mag, darf auch hier einen Hördurchgang riskieren.

Anspieltipps:

  • Rain Ruins Revolution
  • Wrexham Aluminium
  • Irish Sea

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
6.5/10

Wir Sind Für Dich Da
  • 2019    
7/10

Ciao!
  • 2019    
Diskutiere über „Let´s Wrestle“
comments powered by Disqus