Ages And Ages - Divisionary - Cover
Große Ansicht

Ages And Ages Divisionary


  • Label: Partisan/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ages And Ages schaffen Schlüssel zu Hörerherzen.

Den blöden Kommentar bekommen wir gleich zu Beginn weg. Nein, es ist scheinbar nicht möglich, aus Portland zu kommen, ohne ein wenig Indie oder Hipster zu sein. Ages And Ages unterstützen diese These brav und geben ein Werk wieder, welches sich mal wohler in der Gesellschaft von Edward Sharpe & The Magnetic Zeroes fühlt und im nächsten Moment an Jeff Tweedys Wilco erinnert. So einen musikalischen Verwandtenkreis kann allerdings auch nicht jeder für sich beanspruchen, sodass Ages And Ages mit Album Nummer zwei große Erwartungen wecken, die vielleicht nur noch nicht konsequent erfüllt werden können.

„No Pressure“ und „Our Demons“ sind jetzt schon Evergreens für Indie-Partys. Mit welch Melodiegespür und authentischer Kulisse die Band sich in solchen Momenten verkauft, bringt Freude und lässt sie im Strudel guter Indie-Bands nicht untergehen. Der Mut zu Country und Folk im richtigen Moment macht die Höhepunkte dieses Albums aus und lässt so manche leichtere Nummer wie den Auftakt „Light Goes Out“ fast schon alt aussehen. Zwar können Ages And Ages frisch und modern klingen, doch am stärksten sind sie, wenn sie nicht einfach nur Gute-Laune-Musik fabrizieren.

Das liegt in erster Linie an den starken Melodien in besagten Stücken oder einem „Big Idea“ und der Wilco'esken Nummer „The Weight Below“. Sobald die Band hingegen meint, zu sehr hinausschwimmen zu müssen, verlieren die Lieder an Kraft und „Over It“ darf sich zwar als verspielteste, aber bei weitem nicht als beste Nummer rühmen. Ages And Ages machen keine revolutionäre Musik. Sie spielen locker auf und fühlen sich bei aller Konvention frei an, sodass man zu Oooohs in „Calamity Is Overrated“ mit geschlossenen Augen mitwippt und zu „Ante Up“ und „These Ravines“ das Lagerfeuer und die besten Freunde herbeiwünscht.

Abgesehen von einigen merkwürdigen oder zu breit getretenen Momenten zu Beginn und am Ende des Albums, können Ages And Ages mit „Divisionary“ auf ganzer Linie überzeugen. Die ganz großen Titel sind zwar noch rar gesät, doch wenn sich die Adjektive gut und stark regelmäßig die Klinke in die Hand drücken, dann kann nicht allzu viel schief gelaufen sein. Bei so viel lebensfroher Energie sieht man über die paar Schwächen des Albums auch gerne hinweg und erfreut sich am einkehrenden Frühling auch auf musikalischer Ebene.

Anspieltipps:

  • No Pressure
  • Our Demons
  • Calamity Is Overrated

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
6.5/10

Wir Sind Für Dich Da
  • 2019    
7/10

Ciao!
  • 2019    
Diskutiere über „Ages And Ages“
comments powered by Disqus