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Maschine Maschine


  • Label: Heart Of Berlin/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
8.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Komm, lass uns das Leben feiern, solange es noch geht!

Dieter Birr, alias Maschine, gehörte im Jahr 1969 zu den Gründungsmitgliedern der Band Puhdys, die zu einer der bekanntesten Pop- und Rockbands der ehemaligen DDR avancierte. Die Gruppe verkaufte bis heute mehr als 20 Millionen Tonträger und ist damit die kommerziell erfolgreichste DDR-Band. Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag, erscheint nun Birrs zweites offizielles Soloalbum nach der 1986er Amgia-Veröffentlichung „Intim“. Das ist natürlich kein Zufall, sonder exakt geplantes Timing. Denn Dieter „Maschine“ Birr feiert seinen runden Geburtstag neben seiner Soloplatte auch noch mit einem brandneuen Buch, in dem er seine Karriere als Musiker sowie sein Privatleben Revue passieren lässt. Dazu gibt es eine Tour und Lesereise quer durch den Osten Deutschlands.

Ein volles Programm zu Ehren einer Ost-Rock-Legende, die im Jahr 2015 das Kapitel Puhdys nach einer Abschiedstournee endgültig beenden und nur noch als Solokünstler tätig sein will. Den Anfang macht das schlicht „Maschine“ betitelte Album, für das sich der Texter, Sänger und Gitarrist u.a. aus dem Fundus alter Puhdys-Songs bedient hat, die zusammen mit Gästen wie Wolfgang Niedecken (Bap), Julia Neigel, Annabell, Uwe Hassbecker (Silly) und Toni Krahl (City) neu eingespielt wurden. Als Produzent stand Maschine Ingo Politz zur Seite, der auch schon mit Silbermond, Silly, Lena Meyer-Landrut, X-Perience, Tobias Regner und Eisblume zusammenarbeitete.

Romantisch, melancholisch, sehnsuchtsvoll – Maschine würdigt auf seinem Longplayer den Ost-Rock, ohne ihn nostalgisch zu verklären. Mit sehr persönlich gefärbten Songs über das Leben („Mein Weg“), die Musik („Was wussten wir denn schon“) und die Liebe („Du hast Schuld, dass ich dich Liebe“), einer modernen Produktion und stilvoll ausgewählten Gästen, legt der 70-Jährige ein Alterswerk vor, das nicht nur der Puhdys-Hardcore-Fangemeinde gefallen dürfte.

Im Zusammenspiel mit bekannten Charakterstimmen wie Toni Krahl, Julia Neigel oder auch Wolfgang Niedecken (natürlich „op Kölsch“ singend) und mit in halb-akustischen Classic-Rock-Arrangements verpackten alten und neuen Songs, befindet sich Maschine in seinem Element. Er beweist, dass man auch mit 70 Jahren noch rocken kann, ohne sich dabei zu blamieren und macht damit viele Menschen glücklich, die immer noch den sogenannten Ost-Rock im Herzen tragen.

Anspieltipps:

  • Regen
  • Mein Weg
  • Leben ist kurz
  • Was wussten wir denn schon
  • Du hast Schuld, dass ich dich liebe
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