Iyeoka - Say Yes Evolved - Cover
Große Ansicht

Iyeoka Say Yes Evolved


  • Label: Underground Sun/EDEL
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Iyeoka stellt Facettenreichtum über individuelle Qualität, was einem weit gefächerten Album die nötige Tiefe entbehren lässt.

Soul, HipHop, Rap, Spoken Word und afrikanische Folklore sind nur die offensichtlichsten Einflüsse Iyeokas. All diese Vorlieben unter einen Hut zu bekommen, kann schon ein großes Unternehmen darstellen. Dementsprechend kann sich „Say Yes Evolved“ nur selten entscheiden, was für ein Album es sein möchte. Feel-Good-Soul wie in „Broken Hearts Anthem (Walk Away)“ wird von 90er-Jahre-Pop („Breakdown Mode“ und „This Time Around“) und eingestreuten HipHop-Nummern mitsamt Dub („Testify“) und gewolltem Latino-Flair („Millionaire“) unterbrochen.

Einige mögen das vielschichtig nennen, doch gerade bei den Rap-Einschüben wird deutlich, dass die Stile sich überhaupt nicht ausbreiten und entwickeln können. Sie wirken wie One-Shots, die unbedingt auf ein Album gequetscht werden sollten, obwohl sie keine Bindung zum Rest des Materials herstellen können. Die Lücke zwischen „Testify“ und der folklorischen Ballade „Happily Ever After“ ist mehr als nur befremdlich und wird durch das kurz darauf folgende Spoken-Words-Stück „I Travel Home“ endgültig auf die Spitze getrieben.

„Say Yes Evolved“ weigert sich, eine gewisse Sorte von Musik wirklich auszunutzen und scheint nur Tribute an gewisse Stilrichtungen zu zollen. Dass dazwischen mit absolut generischem Pop („I Am Descending“ und „Soundtrack To Life“) selbst die vielen Fremdeinflüsse schwinden, macht das Album ebenfalls nicht besser. Iyeoka gibt sich als Jack of All Trades, ohne in irgendeiner Sparte langfristig überzeugen zu können. Das Potenzial ist besonders zum Auftakt vorhanden, doch anstatt auf eigene Stärken zu setzen, versucht Iyeoka, auch ja keine Facette ihres musikalischen Daseins außen vor zu lassen. Hätte Iyeoka diese Stile mehr miteinander mischen können, dann wäre „Say Yes Evolved“ vielleicht ein interessantes Album geworden. So handelt es sich um ein unentschiedenes Werk, welches im besten Falle das Live-Repertoire der Sängerin brauchbar erweitert.

Anspieltipps:

  • Broken Hearts Anthem (Walk Away)
  • The Yellow Brick Road Song
  • Testify

Neue Kritiken im Genre „Soul“
Diskutiere über „Iyeoka“
comments powered by Disqus