The Glitch Mob - Love, Death, Immortality - Cover
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The Glitch Mob Love, Death, Immortality


  • Label: Glass Air/ALIVE
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Westen nichts Neues.

Die drei Herren sind in den USA gern gesehene Festival-Acts. Und auch bei uns im alten Europa sind edIT, Ooah und Boreta, die zusammen den Glitch Mob stellen, nicht mehr gänzlich unbekannt. Zumindest nicht unter Freunden bombastischen, beat-getriebenen Elektros und jenen, die die Nebenprojekte der drei in Sachen Dubstep, HipHop, Glitch und Drum & Bass verfolgen.

Gerade diese episch verpackte Mischung aus Dubstep und Glitch war das, was Glitch Mob auch im Angesicht gleichgültiger Festivalmassen und noch indifferenten Elektro-Acts einzigartig hielt. Der Aufschwung von Dubstep nach dem „Drink The Sea“-Album und die clevere gelegentliche Nutzung von HipHop-Vocals in Live-Sets, trug einiges zur Massenanziehung bei. Auf „Love, Death, Immortality“ bleibt sich das Trio größtenteils treu, auch wenn die Tracks teilweise schneller geworden sind und sich unter anderem an der beliebten Elektro-House-Formel („Skullclub“, „I Need My Memory Back“) bedienen.

Doch dabei bleibt es leider auch. Zu begrüßen ist, dass sich Glitch Mob die Epik und Majestätik ihrer Sounds nicht haben nehmen lassen. Glitch-Cuts treten häufiger zutage als zuvor. Was beim ersten Hören Ängste vor Angleichung an den anderen, eher typischen Stadion-Elektro, beruhigt, schürt beim zweiten Hören Angst vor Stillstand. Vielfach werden, wie auch schon in der Vergangenheit, Sounds immer wieder recycelt, Elemente aus vorigen Songs wiederholt. Manche mögen das Stil nennen, Tatsache ist jedoch, dass versucht wurde, aus alten Teilen Neues zu schaffen. Das mag trotzdem Spaß machen, tut es auch, aber auf Dauer ist es doch sehr zum Vergessen. Für Fans ist es immerhin neuer Stoff, der dem alten durchaus das Wasser reichen kann.

Anspieltipps:

  • Our Demons
  • Can't Kill Us
  • I Need My Memory Back
  • Beauty Of The Unhidden Heart

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