WhoMadeWho - Dreams - Cover
Große Ansicht

WhoMadeWho Dreams


  • Label: Darup Associates
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

WhoMadeWho rehabilitieren sich, auch wenn man vielleicht noch nicht vom ganz großen Wurf sprechen möchte.

WhoMadeWho sind zurück! Oder kommen sie mit „Dreams“ endlich in Deutschland an? Der dänische Dreier ist hierzulande bestenfalls ein Geheimtipp, der durch das mäßig aufgenommene zweite Album „The Plot“ (2009) allerdings auch gleich wieder einen Dämpfer erlebte. Es ist das alte Lied von vielen Touren und wenig Zeit und Muße für neue Stücke. „The Plot“ war, laut Aussage der Band selbst, ein erzwungenes Werk ohne kreativen Freilauf, „Knee Deep“ (2011) und „Brighter“ (2012) folgten. Nun soll „Dreams“ hingegen die traumwandlerische Sicherheit des gefeierten selbstbetitelten Erstlings (2005) zurückbringen und im besten Fall endlich das „Indie“-Etikett entfernen.

Das Minimalziel wird auf der neuen Scheibe problemlos erreicht. Ausfällen wurde komplett vorgebeugt, sodass das „schlimmste“ Prädikat auf dieser Scheibe „Mittelmaß“ lautet. Von genau diesem Mittelmaß gibt es zwar ein paar Nummern zu viel, doch auf „Dreams“ überwiegen die wirklich gelungenen und angenehm unaufgeregten Electro-Pop-Perlen. Sei es der optimistische Titeltrack, das eiskalt abgeklärte „Hiding In Dark“ oder die verträumten „The Morning“ und „Traces“: WhoMadeWho wissen, wie sie Moderne und Retro des Electro-Pop zusammenbringen.

Auch das verworren gestrickte „United“ oder „Indian Summer“ gefallen besonders nach mehreren Durchläufen. Wo die zuvor genannten Stärken des Albums direkt ins Mark treffen, hat „Dreams“ so auch ein paar Spätzünder parat, die mehrmaliges Hören zur Entdeckungstour machen, so dass sich über lang gezogene Durchschnittsware in Form von „Right Track“ oder „Your Better Self“ gerne hinwegsehen lässt. Gleichzeitig muss man sich eingestehen, dass der Dreier zu keinem Zeitpunkt so stark ist, dass sich der Longplayer tatsächlich etwas Besonderes schimpfen dürfte. Eine grundsätzliche Rehabilitation ist jedoch geglückt.

Anspieltipps:

  • Dreams
  • Hiding In Dark
  • The Morning

Neue Kritiken im Genre „Electro“
Diskutiere über „WhoMadeWho“
comments powered by Disqus