Schoolboy Q - Oxymoron - Cover
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Schoolboy Q Oxymoron


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Jede Menge dicke Hose mit kleiner Prise Ernsthaftigkeit auf solidem Major-Debüt.

„Oxymoron“ ist Quincy Hanleys drittes Album, doch keine seiner vorigen Veröffentlichungen wurde von der amerikanischen HipHop-Szene so sehr erwartet, wie dieses: sein Majorlabel-Debüt. Einiges an Aufmerksamkeit hat Q sicherlich seinem Crew-Kollegen Kendrick Lamar zu verdanken, der sich mit seinem 2012er Werk an den HipHop-Himmel kämpfte. Doch auch die Anziehungskraft der Single-Releases, die 2013 auf „Oxymoron“ einstimmen sollten, ist nicht zu unterschätzen.

Schließlich waren „Collard Greens“, „Man Of The Year“ und „Banger“ schon voll von brillanter Produktion und dem Black-Hippy-Trademark „YAWK YAWK YAWK YAWK“. Das liefert einiges an Wiedererkennungswert, den Q sich auf diesem Longplayer auch nicht mehr nehmen lässt. Trotzdem schlägt er mit seiner Attitüde eine etwas andere Richtung ein und präsentiert in „Gangsta“ reichlich dicke Hose. Eine Kerbe, in die er auf diesem Album immer wieder reinschlägt. Das ist zwar etwas, das ihn erst einmal aus Kendricks Schatten treten lässt, im HipHop-Kontext jedoch allzu abgenutzt erscheint.

Immerhin zieht Q die Sache konsequent durch, hält sich wenig mit Metaphern auf und kommt direkt zum Punkt, wie er in „Studio“ betont: „No metaphors, nothing like that, I'm keeping it straight to the point with you“. Nur gelegentlich, wie bei „Hoover Street“ und vor allem „Prescription/Oxymoron“ lässt Quincy seine weniger pompöse, ernstere Seite durchscheinen. Eine Seite, die auch mit der Stimme seiner Tochter, die über das Album hinweg bisweilen ertönt, ihren Platz auf „Oxymoron“ findet.

Generell ist „Oxymoron“ ein grundsolides Machwerk des Black-Hippy-Mitglieds. Mit „Collard Greens“, „Hell Of A Night“ und „Los Awesome“ liefert Q Tracks zum Bouncen, ohne billig zu klingen. „Break The Bank“ und die zuvor genannten sind Stücke zum Nachdenken, die authentisch klingen. „Man Of The Year“ und „Gangsta“ sowie Intro und Closer liefern die obligatorisch plakative Selbstbeweihräucherung. Schlecht ist „Oxymoron“ entsprechend keineswegs. Seinem Hype gerecht wird es allerdings leider auch nicht.

Anspieltipps:

  • Collard Greens
  • Prescription/Oxymoron
  • The Purge
  • Break The Bank

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