Soundtrack - The Amazing Spider-Man 2 - Cover
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Soundtrack The Amazing Spider-Man 2


  • Label: Classical/Sony Music
  • Laufzeit: 70 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch auf diesem Album hatte Pharrell Williams wieder seine Finger im Spiel. Man hört es!

Zwei Jahre nach dem ersten Teil der Comic-Verfilmung „The Amazing Spider-Man” (06/2012), geht die Jagd von Peter Parker in seinem berühmten Spinnenkostüm über die große Leinwand weiter. „The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro“ steigert die Action, die Dramatik, aber auch den Humor des Erstlings noch einmal und bereitet das Publikum auf die schon längst in der Planung befindlichen Teile drei (startet voraussichtlich im Mai 2016) und vier (noch ohne Termin) vor. Schließlich liebt Hollywood nichts mehr als seine Fortsetzungsfilme, mit denen sicher Kasse zu machen ist.

Ohne näher auf die Geschichte des Films einzugehen, ist es selbstverständlich, dass ein Blockbuster-Streifen nicht nur einen bombastischen Score benötigt, für den nach James Horner (u.a. „Titanic“, „Avatar“, „A Beautiful Mind“, „Braveheart“, „Troja“, „Der Name der Rose“) bei Teil eins, nun der Deutsche Hans Zimmer (u.a. „Rain Man“, „Pearl Harbor“, „Batman Begins“, „Sherlock Holmes“, „Man Of Steel“, „Rush“) verantwortlich zeichnet, sondern dass auch eine gewisse Star-Power vonnöten ist, um einen Film per Cross-Promotion zu bewerben. Und wer könnte dazu im Augenblick besser in der Lage sein, als Pharrell Williams („Happy“), der alles, was er in den vergangen 12 Monaten angefasst hat, zu Gold bzw. Platin machte?!

So teilt sich der Soundtrack zu „The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro“ auf in einen Score-Teil sowie in Popsongs von Tim Bendzko (nur auf der deutschen Ausgabe), The Neighbourhood, Alicia Keys und Kendrick Lamar im Duett, Liz, Phosphorescent und eben Pharrell Williams. Hans Zimmer legte seinen Beitrag dabei so an, dass er eine Mischung aus klassischer Filmmusik und modernen Electro- und Industrial-Elementen schuf, an denen u.a. Junkie XL, Johnny Marr und Pharrell Williams kompositorisch beteiligt waren. Auf diese Weise verbindet sich auch in der Musik Fiktion und Realität.

Auf diese Weise verbindet sich nicht nur in der Musik Fiktion und Realität, sondern es wird auch das scheinbar in Stein gemeißelte Gesetz aufgebrochen, dass ein Film-Score aus reinen klassischen Instrumenten zu bestehen hat. In diesem Zusammenhang ist die Gitarrenarbeit von Johnny Marr besonders hervorzuheben. Bei den Popsongs schwang dagegen Pharrell Williams das Zepter. Er schrieb an vier Stücken mit und drückt dem Soundtrack damit nachhaltig seinen Stempel auf, wobei „It’s on again“ und „That’s my man“ genau der Sorte fröhlich-poppiger R&B-Tracks entsprechen, die Pharrell wieder ins Gespräch brachten, während seine Solo-Performance mit „Here“ eine auf Anhieb ins Ohr gehende Ballade darstellt.

Und wenn das nicht reicht, um im Radio gespielt zu werden, hat „The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro“ mit Tim Bendzko ja noch eine deutsche Geheimwaffe in petto, die mit „Ohne zurück zu sehen“ genau die Art von Lied auffährt, mit welcher der junge Deutsche seit nunmehr drei Jahren nicht mehr aus dem Formatradio wegzudenken ist.

Anspieltipps:

  • Here
  • I chose you
  • Song for Zula
  • We’re best friends
  • You’re that spider guy

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