Black Label Society - Catacombs Of The Black Vatican - Cover
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Black Label Society Catacombs Of The Black Vatican


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ozzy Osbournes Ex-Gitarrist befindet sich wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Diese Kritiker sind einfach nie zufrieden! Da macht der gute Herr Wylde (Gesang, Gitarre, Piano) auf Anraten unseres Chefredakteurs nach der Veröffentlichung des mittelmäßigen „Shot To Hell“ (09/2006) endlich mal für längere Zeit Pause und dann bekommt er für das sukzessive „Order Of The Black“ (08/2010) aufgrund mangelnder Ideen erst recht eins auf die Rübe. Ob das der Grund war, wieso Zakk wieder vier Jahre ins Land streichen ließ, bevor er nun mit „Catacombs Of The Black Vatican“ das neunte Langeisen aus dem Feuer holt, darf bezweifelt werden, allerdings hat sich die Wartezeit für die Fans dieses Mal wenigstens gelohnt.

Dabei macht der Black Label Society-Chef gemeinsam mit John DeServio (Bass) und Chad Szeliga (Schlagzeug) nicht viel anders auf den vorhergegangenen Alben, jedoch ist selbst in den schwächeren Nummern die Spielfreude und Erfahrung des mittlerweile 47-Jährigen zu spüren, die man auf den letzten beiden Werken so schmerzlich vermisst hatte. Schon der Eröffnungsdreier, bestehend aus „Fields of unforgiveness“, „My dying time“ und „Believe“, brummt trotz einer gewissen Beliebigkeit schön laut und dreckig aus den Lautsprechern und rotzt dem geneigten Fan die 80er-Jahre-Hardrockanleihen genüsslich vor die Füße, während er in der kitschigen Ballade „Angel of mercy“ eigentlich nur mehr darauf wartet, dass Jon Bon Jovi seinen Kopf zur Tür hineinstreckt und ein Duett mit Zakk anstimmt.

Wesentlich schmackhafter geht es in der flotten, an Ozzys Solowerke erinnernden Nummer „Heart of darkness“ weiter, die den roten Teppich für die zweite und mit Abstand bessere Hälfte des Albums ausrollt. Gut, das schunkelige Schlaflied „Shades of gray“ hätte man sich sparen können und auch die dritte Ballade im Bunde, „Scars“, reißt bis auf das emotionale Spiel des Meisters keine Bäume aus, doch die Kompositionen dazwischen sind allesamt Hits. Angefangen beim schlammig-groovenden „Beyond the down“, über das fetzige „Damn the flood“, bis hin zum laut aufjaulenden „I´ve gone away“ und dem absoluten Höhepunkt „Empty promises“, einer grummeligen Angelegenheit mit grandioser Stimmung, Mr. Wylde beweist, dass er noch nicht zur Gänze zum alten Eisen gehört.

Große Überraschungen dürfen von „Catacombs Of The Black Vatican“ zwar nicht erwartet werden, aber es ist zumindest schon ein Fortschritt zu sehen, das Zakk nicht nur mehr Auftragsarbeiten wie die vergessenswerte Akustik- und Coversong-Compilation „The Song Remains Not The Same“ (05/2011) oder den mittelmäßigen Live-Mitschnitt „Unblackened“ (09/2013) auf den Markt wirft, um dem Vertrag mit seinem Label nachzukommen.

Anspieltipps:

  • Empty Promises
  • Damn The Flood
  • Beyond The Down

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