Spring Offensive - Young Animal Hearts - Cover
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Spring Offensive Young Animal Hearts


  • Label: Spring Offensive/INDIGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus Oxford kommen neben klugen jetzt auch noch musikalische Menschen.

Genau ein Lied lang erhält der Hörer den Eindruck, dass Spring Offensive versuchen, an Death Cab For Cuties „Plans“ anzuknüpfen. „Not Drowning But Waving“ ist diese Art von gefühlvoller Indie-Rock-Hymne, die auf „Plans“ das letzte Mal so überragend funktioniert hat. Dieses Lied für eine frische und rhythmisch treibende Band stellvertretend zu betrachten, würde Spring Offensive allerdings nicht gerecht werden.

Nach den durchaus ambitionierten, aber auch langsamen ersten Minuten geht nämlich alles ganz schnell. Sanft klingen die Stimmen der Engländer auch weiterhin, doch mit der potenziellen Hitsingle „Bodylifting“ und durch Percussions interessant gestaltete Popsongs wie „Hengelo“ und „Cut The Root“ etablieren sich Spring Offensive im Gehörgang. Weich, aber stets vielschichtig und durch saftige Drums getragen, treibt diese Musik voran, anstatt als zahnloser Radio-Pop zu verkümmern.

Sicherlich kann kaum ein Lied mit der Zugkraft von „Bodylifting“ mithalten, doch auch die meisten anderen Tracks können eine individuelle Note mitbringen, die entweder über andere Formen des Gesangs (z. B. „Young Animal Hearts“) oder auch schön ausgetüftelte Strukturen (z. B. „No Assets“) ganz hervorragend funktionieren. Lediglich die ruhigen Stücke „Carrier“ und „52 Miles“ tun sich schwer, nicht gänzlich gesichtslos zu erscheinen. Zumindest letzterer Track kann auf emotionaler Ebene punkten.

Abgesehen von den nicht vorhandenen Schmachtballaden und davon, dass ein, zwei Tracks nur gute Lückenfüller sind, ist Spring Offensive ein richtig starkes Debüt gelungen. Mit der Hitsingle „Bodylifting“ und so viel Potenzial im Gepäck, könnte „Young Animal Hearts“ der Startschuss für eine große Karriere werden. Jetzt muss es heißen, sich nicht glatt bügeln zu lassen und vielleicht sogar noch ab und an etwas experimenteller zu klingen, und aus einer vielversprechenden Band wird eine echte Größe.

Anspieltipps:

  • Bodylifting
  • Young Animal Hearts
  • No Assets

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