The Afghan Whigs - Do To The Beast - Cover
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The Afghan Whigs Do To The Beast


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Greg Dullis Afghan Whigs sind wieder da. Und mit ihnen ihr herrlich düsterer Alternative Rock.

16 Jahre und zwei Bandauflösungen nach ihrem bis dato letzten Studioalbum „1965” (10/1998), meldet sich die Formation The Afghan Whigs um Mastermind Greg Dulli (48) tatsächlich noch mit einem neuen Werk auf der Bildfläche zurück. Dazwischen war Greg Dulli sowohl solo, als auch mit den Projekten The Twilight Singers und The Gutter Twins aktiv. Doch irgendetwas muss den 48-Jährigen dazu bewogen haben, seine allererste, im Jahr 1986 gegründete Band wiederzubeleben, mit der er in den 90er Jahren vom Alternative-Rock-Boom profitierte und vom Kult-Label Sup Pop zum Major Atlantic Records wechselte.

Das Comeback „Do To The Beast“ erscheint wie schon die ersten drei Studioalben der Afghan Whigs auf dem Sub-Pop-Label, womit sich in gewisser Weise ein Kreis schließt. Dabei ist zuallererst ein Auge darauf zu werfen, ob Dulli und Co. im Herbst ihrer Karriere einen unnötigen Ansatzpunkt abliefern, den guten Namen der Band nachträglich zu beschädigen, oder ob der siebte Longplayer dazu in der Lage ist, die pechschwarze Mischung aus Rock, Soul und Blues künstlerisch am Leben zu erhalten.

Anstelle des ursprünglichen Afghan-Whigs-Gitarristen Rick McCollum agieren Dave Rosser und Jon Skibic neben Drummer Cully Symington und Multiinstrumentalist Rick Nelson an der Sechssaitigen, um den Songs von Greg Dulli die altbekannte Schärfe und Düsternis sowie die nötige Portion Pathos zu verleihen. Und tatsächlich ist „Do To The Beast“ nicht sehr weit von dem entfernt, was The Afghan Whigs Mitte der 90er Jahre zu so einer spannenden Band gemacht hat, dass sie dem Grunge-Boom standhalten konnte.

Mit einer Mischung aus Alternative Rock, psychedelischen Düster-Balladen und Greg Dullis heiserem Gesang zwischen Genie und Wahnsinn, positionieren sich The Afghan Whigs mit Nachdruck im Hier und Jetzt. Angefangen mit dem scheppernden Blues-Rocker „Parked outside“, über das groovig-tänzelnde „Matamoros“ und das dramatisch mit Streichern aufgebaute „It kills“, bis hin zum schaurig-schönen „Algiers“ und dem ungewohnt fröhlich und eingängig daherkommenden „Lost in the woods“, befinden sich die Amerikaner in hörbar guter Form. Wirklich zu erwarten war dies nicht. Umso erfreulicher ist es, dass eine Band, die zum letzten Mal vor fast 20 Jahren wichtig war, so zurückkommt.

Anspieltipps:

  • Algiers
  • Can rova
  • Royal cream
  • Parked outside
  • Lost in the woods
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