Morten Harket - Brother - Cover
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Morten Harket Brother


  • Label: Starwatch/Sony Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein solides Werk für den erwachsenen Pop-Hörer, der sich einfach nur an schönen Melodien erfreuen möchte.

„Brother” ist das sechste Soloalbum (darunter zwei in norwegischer Sprache) von Morten Harket (55), dem ewig jungaussehenden Sänger der Pop-Band a-ha, die sich Ende 2010 auf ihr Altenteil zurückgezogen hat, nachdem sie weltweit ca. 80 Millionen Tonträger unters Volk bringen konnte, wobei insbesondere das deutsche Publikum eine sehr treue Beziehung zu a-ha hatte und der Band elf Top-10-Alben sowie sieben Top-10-Singles bescherte.

Für Morten Harkets Solokarriere ist diese ganz spezielle Publikumsbindung natürlich eine feine Sache, denn große Aufbauarbeit kann sich der Norweger dadurch schenken und auch in Sachen Promotion ein paar Gänge herunterschalten. Dieser, wenn man so will, Grundsatz gilt noch mehr, wenn man wie Morten Harket mit „Brother“ eine erste Singleauskopplung aus seinem neuen Album am Start hat, die in den Playlisten sofort nach ganz oben schießt und damit das Interesse von allein weckt.

Das „Brother“-Album wurde von Morten Harket zusammen mit dem Produzenten und Songwriter Peter Kvint (u.a. The Ark, Eskobar, Britney Spears, Die Happy, Heather Nova, Natasha Bedingfield) komponiert und getextet. Es kommt mit zehn zumeist getragenen Popsongs daher, die auf vergleichsweise spartanische Arrangements setzen, sodass zum Beispiel Streicher wie in „Oh what a night“ nur selten zu hören sind. Dafür gehen Kvint und Harket so richtig darin auf, einschmeichelnde Melodielinien zu kreieren, die ab und zu vielleicht etwas seicht wirken („Do you remember me?“, „Heaven cast“), aber dafür gnadenlos gut ins Ohr gehen („Can’t answer this“, „Safe with me“).

Mit diesen Mitteln sorgt Morten Harket für ein gefälliges und handwerklich routiniertes Popalbum, das im Prinzip keine Ausfälle aufweist. Auf der anderen Seite gibt es aber auch keine Songs, die auf sensationelle Weise in den Himmel wachsen. Damit ist „Brother“ ein solides Werk für den erwachsenen Pop-Hörer, der sich einfach nur an schönen Melodien erfreuen möchte.

Anspieltipps:

  • Safe with me
  • There is a place
  • Can’t answer this
  • First man to the grave
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