Clean Bandit - New Eyes - Cover
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Clean Bandit New Eyes


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Atemlos durch die Nacht“. Neue Trendmucke aus London, die bis auf ein paar nette Singles nicht viel zu bieten hat.

Nachdem die Band Clean Bandit (gegründet im Jahr 2008 im englischen Cambridge) nun schon seit über einem Jahr mit ihren Singles und YouTube-Clips von sich reden macht, ist es jetzt endlich an der Zeit für ein komplettes Album von Jack Patterson (Bass, Saxophon), Luke Patterson (Drums), Grace Chatto (Cello, Gesang) und Neil Amin-Smith (Violine).

Dieses erscheint unter dem Titel „New Eyes“ und ist randvoll mit clubtauglichen Tracks, die vom aktuellen Dubstep-Kuchen noch ein Stück abhaben wollen, aber genauso auf Pop-, Dance- und House-Elemente sowie durch das Violinenspiel von Neil Amin-Smith auf klassische Musik setzen. Das ergibt anfänglich eine durchaus interessante Stil-Mischung, die definitiv gefälliger ist, als das schreckliche „Skrillex trifft Dubstep“-Gefidel der Amerikanerin Lindsey Stirling.

Doch selbst wenn sich Clean Bandit auf den ersten Höreindruck von den meisten herkömmlichen Dance-Acts unterscheiden, schaffen sie es leider auch nicht, über die Dauer eines gesamten Albums zu überzeugen. Dazu sind sich die Songs in ihren Grundzügen einfach zu ähnlich und mit den Auskopplungen „Mozart’s house“, „Dust clears“, „Rather be“, „Extraordinary“ und „A&E“ ist im Prinzip schon alles gesagt. Zwar befinden sich mit „Up again“ oder dem Titeltrack „New eyes“ noch ein paar Tunes auf dem Album, die aufhorchen lassen, doch auf dem Niveau der Singles lassen sich keine weiteren Electro-Dubstep-Akzente mehr setzen.

So ist „Clean Eyes“ nicht mehr als eine verspätete und erweiterte Zusammenfassung einer Handvoll Hits, die durchaus ein paar Duftmarken setzen konnten, aber insgesamt nicht die Substanz mitbringen, als dass hier schon von einem nachhaltigen Pop-Wunder zu sprechen wäre.

Anspieltipps:

  • Up again
  • Rather be
  • Come over
  • Mozart’s house
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