Black City - Fire - Cover
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Black City Fire


  • Label: Mermaid Records/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Danish Dynamite: Unbeschwerte Rockhymnen mit hohem Ohrwurmgehalt und absoluter Partytauglichkeit.

Kurz und knapp: Black City kommen aus Dänemark, wurden im Jahre 2009 gegründet und veröffentlichten ihr selbstbetiteltes Debüt im Jahre 2010. Dass Bjørn Poulsen (Gesang, Gitarre), Kristian Klærke (Gitarre), Jakob Bjørn Hansen (Schlagzeug) und Anders Borre Mathiesen (Bass) relativ schnell einen begehrten Support-Slot für die Auftritte AC/DCs in Dänemark bekamen und dass ihre Songs mit massig Airplay in Skandinavien und Finnland beglückt wurden, lässt dagegen richtig aufhorchen. Erstrahlt da gerade ein neuer Stern am Rockhimmel? Vielleicht! Potential ist gegeben und Black City dürften gut und gerne eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Rockfreunden aller Art ansprechen, ohne sich dabei als böse, böse Kommerzer verhökern zu müssen.

Ihr Zweitwerk „Fire“ ist ein überaus straightes, einfaches und schnell zu erfassendes Album. Black City wollten genau das und es ist ihnen mit den elf Kompositionen ohne Frage gelungen. Den Hörer erwartet kurzweiliger Rock, der direkt auf den Punkt kommt und Spaß bringt. Experimente wird man nicht finden und wer die Qualität einer Band daran ausmacht, wie viel sie neu macht, wie sehr sie zwanghaft versucht, das Rad neu zu erfinden oder dass die Musik vielmehr für den Kopf und weniger für's Herz sein sollte, bricht an dieser Stelle ab und vergisst Black City lieber ganz schnell. Die Dänen strafen solche Menschen ab - „Fire“ will einfach nur Laune bringen und rumpelt sich durch Mark und Bein. Mehr braucht das Album nicht und deshalb sind der Titeltrack, „The Day My Hero Died“, „Awakening“ und „Here Is To You“ melodische Rockhymnen, welche allesamt ihr Potential dadurch entfalten, dass sie sowohl schnell hängen bleiben, als auch lange in den Gehörgängen verweilen.

Das grandiose „Pretend Not To Feel Right“ legt schließlich leckere Beatsteaks auf's Rost und packt den Ohrwurm als schmackhaften Eiweißzusatz oben drauf. In solchen Momenten knallt „Fire“ ordentlich und sichert sich volle Crowds und Plätze in Partyplaylisten. Abwechslung gibt es dann durch den pompösen, mächtigen Alternative-Rocker „Hey Now“, das an Volbeat erinnernde „How To Smile With A Broken Heart“ oder durch die gemächliche Powerballade „Mountain“. Black City setzen hier auf gezielte Auflockerungen, welche den Hörfluss nicht unterbrechen und dem Konzept treu bleiben. Die vier Musiker wissen zwar, wohin sie wollen, aber auch, dass der Stillstand in der Comfortzone schnell zur Stagnation führt. Am Ende finden die Musiker auch dann die goldene Mitte, wenn eigentlich klar sein sollte, dass die partytaugliche Schiene ihr Hauptanliegen gewesen ist.

Somit geht die Idee Black Citys auf. Wer zu unbeschwertem (Hard-)Rock Party machen will, wird mit „Fire“ sehr, sehr glücklich werden. In ganz Skandinavien haben es die Leute bereits verstanden und feiern die Band als echt heißen Scheiß. Auch wenn Black City sicherlich keine Pioniere sind und die Konkurrenz groß ist, ist ihr zweites Album eine extrem sichere Sache für Leute, die sich mit zünftigen Ohrwürmern die Birne weg ballern wollen. Und auch wenn der Härtegrad stellenweise gar nicht mal zu unterschätzen ist, sollte die Band einen Nerv treffen und ein extrem breites Publikum ansprechen können. Manchmal kann es doch so einfach sein. Gute Laune kommt eben bei vielen gut an. Und wie wir alle wissen: Dänen lügen nicht.

Anspieltipps:

  • Fire
  • Pretend Not To Feel Right
  • The Day My Hero Died
  • Hey Now
  • How To Smile With A Broken Heart

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