Die Fantastischen Vier - Rekord - Cover
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Die Fantastischen Vier Rekord


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Zeit vergeht, nee, weit gefehlt, denn irgendwann ist immer heute.

Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Vor einem Vierteljahrhundert gaben sich in Stuttgart vier junge Burschen namens Michi Beck (47), Thomas D. (46), Smudo (46) und And.Ypsilon (47) den Bandnamen Die Fantastischen Vier und legten damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere, in der die Schwaben nicht nur zur dienstältesten HipHop-Gruppe Deutschlands avancieren sollten. Das Quartett machte das Rap-Genre hierzulande erst richtig populär und entwickelte dabei seine ureigene Art des deutschen Sprechgesangs, der sich in einer relativ dogmatischen Szene wie der des Deutsch-Rap eine große Nische gesucht hat, in der Die Fantastischen Vier noch immer die Platzhirsche sind und mittlerweile auf mehr als sieben Millionen verkaufte Tonträger zurückblicken können.

Mit „Rekord“ legen Die Fantastischen Vier in ihrem Jubiläumsjahr ihren inzwischen neunten Studio-Longplayer vor, was in Deutschland durchaus einem Großereignis gleichkommt, vergleichbar mit einer neuen Platte von Herbert Grönemeyer. Deshalb darf sich die Band im Opener „25“ natürlich erst einmal selbst feiern. Und wer sonst, wenn nicht die Fanta 4, hätten das Recht dazu, die ihrem neuen Album in Anlehnung an ihre Geburtsstunde einen sehr retro-lastigen Klang spendiert haben, der „Rekord“ aber sehr gut steht.

Doch Retro bedeutet nicht, dass Die Fantastischen Vier HipHop von hinter dem Mond machen. Zusammen mit ihrem Co-Produzenten Thomilla (Turntablerocker, Ferris MC, Afrob, Massive Töne) integrieren sie elektronische Robo-Spielereien in „Typisch ich“, sie schippern mit „Wie geliebt“ und „Frieden wie denn“ in spacigen DubStep-Gefilden und tänzeln in „Disco“ mit Miss Platnum im Großstadt-Club. Im Gegensatz dazu teilen die Fantas in „Heute“ richtig schön nach dem Motto „Früher war alles besser“ aus und suhlen sich dabei in feinstem Old-School-Sound. Im balladesken „Gott ist mein Zeuge“ darf Thomas D. in typischer Manier über das Leben philosophieren und das finale „Das Spiel ist aus“ kehrt noch einmal zum HipHop der 80er Jahre zurück.

Neben dem Einsatz von Synthesizern sind auch die Streicher-Arrangements in Songs wie „Single“, „Und los“ und „Lass sehen“ auffällig, wobei in letzterem Bläserklänge aus der Konserve dominieren. Doch egal wie es die Die Fantastischen Vier auch anstellen, ihr Klangbild und ihre Sprache sind zu einem Markenzeichen geworden, das sich auf Anhieb heraushören lässt und auch auf „Rekord“ in gewohnter Weise zu einem gutklassigen Werk zusammengefügt wird.

Anspieltipps:

  • Single
  • Heute
  • Wie geliebt
  • Lass sehen
  • Das Spiel ist aus
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