Brave Black Sea - Fragments - Cover
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Brave Black Sea Fragments


  • Label: V2/H'ART
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn es einfach nur noch mehr Stoner-Rock im eigenen Regal sein soll, macht man mit Brave Black Sea nichts falsch.

Boxen aufdrehen, Bass überprüfen und anschnallen, bitte. Brave Black Sea lassen die relaxte Westküste und psychedelische Ausuferungen des Stoner-Genres weitestgehend außen vor und konzentrieren sich auf die Wurzeln des Hardrock. Da pustet der Auftakt in Form von „Running Away“ und „Abandon Ship“ in erster Linie die Boxen frei. Die Stücke sind geradlinig und vor allem hart, sodass Luftgitarrenfetischisten und Power-Hörer auf ihre Kosten kommen sollten. Gleich mit diesem Auftakt sollten Hörer jedoch auch entscheiden, ob ihnen eine letztlich recht einfache Rockschlacht genug ist.

Mit „Bandana Republic“ und „Silence Is Golden“ kann das Album auch ein wenig Groove einstreuen, doch meistens entscheiden sich die Stücke, allein einer Richtung zu folgen. Das an modernen Grunge erinnernde „Ghosts“ und die schweren, langsamen Tracks „The Road“ und „The Five Visitors“ zeigen allerdings, dass die Musik der Band ohne die nötige Geschwindigkeit oder die nötigen Melodieschwenker in einem „Fragments“ oder eben „Bandana Republic“ nicht über ein mäßiges Ergebnis hinauskommt.

Insgesamt verstecken sich zu viele der Nummern im heftigen Sturm, den dieses Album größtenteils darstellt. Gerade beim ersten Hördurchgang fällt der qualitative Leerlauf nicht auf, doch kurz darauf lassen sich vier der zehn Tracks einer weniger starken Liga zuordnen. Da reicht die ansonsten richtig gute, wenn auch einigen Stoner-Fans vielleicht zu lineare Energie auch nicht aus, um dieses Debütalbum von den Lasten des Mittelmaßes restlos zu befreien.

Anspieltipps:

  • Bandana Republic
  • Running Away
  • Beginners Luck

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