Holy Mountain - Ancient Astronauts - Cover
Große Ansicht

Holy Mountain Ancient Astronauts


  • Label: Chemikal Underground/Rough Trade
  • Laufzeit: 37 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Holy Mountain klingen gewohnt hart und melodisch, doch so richtig hängenbleiben wollen die „Ancient Astronauts“ nicht.

Könnte man zu „LV-42666“ und „Tokyo“ jemanden in ein Stadion einlaufen lassen? Die kurzen Rock-Ungetüme auf „Ancient Astronauts“ sind Interluden, welche die Gewalt des Holy-Mountain-Sounds treffend auf den Punkt bringen. Dass jedoch selbst die kurze Eröffnung in manchen Momenten stolpert, zeigt zugleich die Probleme des neuen Albums auf. Auf Platte reicht die Energie der durchaus kraftvollen Band schlichtweg nicht aus, um das Interesse der Hörer an sich zu binden. Dass das eine ganz andere Geschichte sein kann, wenn die Mannen schwitzend und voller Hingabe vor einem rocken, spielt auf einem Silberling letztlich keine Rolle.

Der Sound der Band ist für eine CD schlichtweg zu eindimensional, sodass Lieder sich schnell wiederholt und verbraucht anhören. Der Sound auf „Ancient Astronauts“ ist kurz nach dem Opener bereits verbraucht. Allein das durch seine Kürze und tatsächlich einprägsame Melodie auffallende „Tokyo“ reißt aus einem ansonsten gut halbstündigen Schlafwandel. Positiv könnte man betrachten, dass die Zeit bis nach „Tokyo“ wie im Flug vergeht. Wirklich im Kopf bleibt allerdings nur wenig des Gehörten. Obwohl überall ordentlich Druck hinter der Musik herrscht, wird schnell offensichtlich, dass „Ancient Astronauts“ hinter der Kraft nicht viel zu bieten hat.

Dazu kommt der langsame Halbausfall „Gift Giver“ und das konzeptionell unpassend wirkende „Hollow Hill“. Nach einer knappen halben Stunde größtenteils geradliniger Hardrock-Musik folgt also plötzlich Psychedelic-Rock und Holy Mountain verlieren endgültig den Fokus. Dieser fällt zwar glücklicherweise erst zur zweiten Hälfte auf, doch auch ohne diese Aussetzer ist das neue Album nicht wirklich rund. Es kann gut sein, dass die Band live Lügen straft, doch auf Platte wirkt das Ergebnis zu stringent und kann bestenfalls über kurz, nie und nimmer jedoch über lang, unterhalten.

Anspieltipps:

  • LV-42666
  • Luftwizard
  • Tokyo

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
5/10

Fistful Of Fire
  • 2020    
Diskutiere über „Holy Mountain“
comments powered by Disqus