Anastacia - Resurrection - Cover
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Anastacia Resurrection


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ist das die künstlerische Wiederauferstehung der Amerikanerin?

Das Leben kann ein harter Kampf sein. Es gibt Menschen, die seit ihrer Kindheit mit chronischen Krankheiten zu kämpfen haben und bei denen im Laufe ihres relativ jungen Lebens nicht nur ein-, sondern gleich zweimal Brustkrebs diagnostiziert wird. Wenn man es schafft, dieses Schicksal nicht nur anzunehmen, sondern mit einer unvergleichlichen Stärke zu bekämpfen - und zu besiegen, dann hat man alles Recht, sein Studioalbum „Resurrection“ zu nennen. Anastacia feiert ihre Wiederauferstehung, auch wenn der Hörer auf eine weitaus emotionalere als ausgelassene Zeremonie eingeladen wird.

Die Stärke, die Anastacia gebraucht hat, um die schlimme Krankheit zu überstehen, ist ihr in allen zehn Titeln des mittlerweile sechsten Studioalbums anzuhören. Ihre Stimme ist kräftig wie eh und je, das Soulige im Organ der US-Amerikanerin wird durch ein leichtes Kratzen untermalt. So gesehen ist Anastacia unverkennbar, denn eine Weiße mit einer Stimme wie ihrer, ist schwer zu finden. In ihrem Song „Dark white girl“ wird jedoch klar, was sich mit Anastacias Wiederauferstehung geändert hat. In dem Song kommt der ganze Schmerz zum Ausdruck, den ihr das Leben beschert hat. Sie ist ein dunkles weißes Mädchen, das sicherlich nie wieder dieselbe sein wird.

Zu tief scheinen die Wunden, die sich in den sehr persönlichen Songs widerspiegeln. Anastacia hat mitten in den Aufnahmen zu diesem Album von der Diagnose erfahren. Da ist es kein Wunder, dass neben den bekannt fröhlichen Liedern, wie der ersten Single „Stupid little things“, einige herzzerreißende Balladen anzutreffen sind. Doch Anastacia wäre nicht Anastacia, wenn sie sich vom Schmerz hätte auffressen lassen. Und so beendet sie die Krankheit ein für alle Mal mit einer doppelten Mastektomie und macht ihren Fans klar: Aufgeben ist keine Option.

Wiederauferstehung ist nicht nur der Titel des Albums, es ist auch die Übersetzung ihres Namens aus dem Griechischen und damit doppelt gerechtfertigt. Allerdings merkt man der Sängerin deutlich an, dass eine solche Krankheit nicht ohne Spuren bleibt. Das ist sowohl vollkommen verständlich, als auch absolut in Ordnung. Die Songs werden dadurch eben emotionaler, persönlicher und insgesamt ein bisschen ruhiger. Wenn man sich an Anastacias größte Erfolge erinnert, wird man feststellen, dass die Menschen sie für ihren unbändigen Willen lieben. Titel wie „Left outside alone“ oder „Sick and tired“ waren keinesfalls fröhlich, aber sie waren kräftig und klar. Auf „Resurrection“ ist es wichtig, diese Kraft in der Ruhe zu suchen.

Anspieltipps:

  • Staring at the Sun
  • Stupid little things
  • I don’t want to be the one
  • Dark white girl

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