Triggerfinger - By Absence Of The Sun - Cover
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Triggerfinger By Absence Of The Sun


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Hat jemand nach „I Follow Rivers“ so ein Album erwartet?

Das muss man sich mal vorstellen: Da ist diese Band seit 16 Jahren mit ihrem verschärften Blues-, ja beinahe Stoner-Rock unterwegs und erst bei einem Lykke Li-Cover hören alle richtig hin. Ihre Version von „I Follow Rivers“ öffnete für Triggerfinger nicht nur die Türen zu Universal Music, sondern auch zu den großen Bühnen dieses Landes, wo nicht wenige Zuschauer ungläubig blinzelten, als das belgische Trio seine Songs zum Besten gab. Und auch einige Käufer der um „I Follow Rivers“ ergänzten Neuauflage von „All This Dancin' Around“ (2012) waren doch sehr verwundert, als es ab Lied zwei plötzlich immer lauter und wilder wurde. Aber so sind Triggerfinger. Und das Gute an ihrem neuen Studioalbum „By Absence Of The Sun“ ist, dass sie auch so bleiben.

Hier wird keine Rücksicht auf Radiotauglichkeit genommen, eher im Gegenteil: Viele der neuen Songs gehen über vier Minuten, es werden regelrechte Wände aus Lärm kreiert, der Sound ist roh und wahrlich heavy. Vergleiche zu Kalibern wie den Queens Of The Stone Age müssen hier - bei allem Respekt - nicht gescheut werden. Nun ist „By Absence Of The Sun“ selbstverständlich nicht das neue „Songs For The Deaf“, aber immerhin eine coole Platte mit einem sorgsam herausgearbeiteten, eigenen Stil und vielen gut verteilten Highlights. Dass die ersten drei Lieder kräftig reinhauen, war abzusehen: Das schleichende „Game“, die sexy Single „Perfect Match“ und der ebenso anregende Titeltrack markieren einen nahezu perfekten Start. Das Feld ist abgesteckt, die Hörer wissen, worauf sie sich hier einlassen.

Richtig interessant wird es aber erst danach: Kurze Befürchtungen, die drei Gentlemen könnten einen Großteil ihres Pulvers zu diesem Zeitpunkt bereits verschossen haben, werden mit Nummern wie „Black Panic“, „And There She Was Lying In Wait“ und „Master Of All Fears“ erbost zurückgewiesen. Man muss sich wirklich wundern, was Triggerfinger noch so alles in der Hinterhand haben. Mit „By Absence Of The Sun“ ernten Ruben Block, Paul Van Bruystegem und Mario Goossens jedenfalls einen dicken Sympathiebonus für den Mut, ihr Vorhaben ungeachtet mancher Erwartungen vollends durchzuziehen und ein Album vorzulegen, das eine dicke Schicht Underground aufgetragen hat. Ob das ihrem Major-Vertrieb gefällt, sei mal dahingestellt. Für Leute, die Triggerfinger schon vor ihrem Durchbruch kannten, ist „By Absence Of The Sun“ dagegen mit Sicherheit ein Volltreffer.

Anspieltipps:

  • Perfect Match
  • Game
  • Black Panic
  • And There She Was Lying In Wait

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